(cju). Ihr wisst gar nicht,
wie viel Arbeit Jürgen Bartels geleistet hat.
Für den Verein ist dieser Wahlausgang ein großer
Schaden", kommentierte 1. Vorsitzender Horst
Hopfengärtner die missglückte Wiederwahl Bartels
zum 2. Vorsitzenden.
Was war geschehen? Während zum Jahresrückblick
des Vorsitzenden noch eitel Sonnenschein
herrschte und Hopfengärtner mit Freude über die
gelungene Kampagne berichtete, auch Jugendwartin
Nathaly Nöll von den vielen gemeinsamen
Aktivitäten einiges zu erzählen hatte, ging es
schließlich zum Herzstück der
Jahreshauptversammlung - den Wahlen. Als erste
Position war die des 2. Vorsitzenden zu besetzen
- Jürgen Bartels stand zur Wiederwahl bereit. In
einer offenen Abstimmung gab es bei 41
Anwesenden vier Enthaltungen, 25 Ja- und zwölf
Gegenstimmen. Dies war dem bisherigen Vize nicht
ausreichend. Nach einer kurzen Schrecksekunde
verkündete er, dass er die Wahl nicht annehme.
Ein Ersatzkandidat, der den Karren aus dem Dreck
hätte ziehen können, fand sich aber auf die
Schnelle nicht. Und so ist der Posten vakant.
"Es war vielleicht nur als Denkzettel gedacht",
erklärte einer derer, die Bartels die
Gefolgschaft verweigert hatten. Doch Bartels
wollte sich auf Spekulationen nicht einlassen.
Ob er gesprächsbereit sei, ließ er erst einmal
offen. Später, am Rande der Sitzung, gab er
unumwunden zu, dass er "enttäuscht" sei, denn
eigentlich habe er damit gerechnet, dass die
Querelen, die er mit einigen Mitgliedern gehabt
habe, aus dem Weg geräumt worden seien.
Anscheinend war dies nicht der Fall. Auf die Art
und Weise der "Querelen" wollte Bartels nicht
näher eingehen.
Es sei nun am Verein, einen Ersatz für den
rührigen 2. Mann zu finden, gab Hopfengärtner
die Marschroute vor. Doch die Wahlschlappe für
Bartels war die einzige unangenehme Überraschung
bei den Vorstandswahlen. Harald Stenger als
Kassenwart, die zweite Schriftführerin Ellen
Driesch, Beisitzerin Katharina Stenger,
Jugendwartin Nathaly Nöll als auch Zeugwartin
Doris Müller wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Stenger stellte den Wirtschaftsplan für 2010 vor
und berichtete, dass die Limeskrätscher
vorbildlich mit ihrem Etat umgegangen seien -
man habe 2009 sogar 2000 Euro weniger
ausgegeben. Der Vorstand wurde also entlastet.
Auch eine leichte Anhebung der Mitgliedsbeiträge
um zwei Euro pro Jahr wurde durchgewunken - der
Verein muss eine neue Versicherung abschließen,
die Vorschrift ist.
Und weil die Limeskrätscher - trotz saisonaler
Narretei - lernfähig sind, werden auch die
Anregungen aus der Kritiksitzung in die Tat
umgesetzt - künftig wird es mehrmals im Jahr ein
Rundschreiben mit Terminen und Informationen per
Post für die Mitglieder geben.
Kurioses für Kreppelzeitung gesucht
Wehrheim. Die Kreppelzeitung, das Sprachrohr der Limes Krätscher, wird zu Beginn der heißen Faschingsphase immer mit Spannung erwartet. Dahinter steht jedoch harte Arbeit für "Rudi Kreppel", den imaginären Chronisten, der das ganze Jahr über sein Ohr am Volkes Stimme haben muss.
Vorsitzender Horst Hopfengärtner, Stefani Horn, die für die Gestaltung zuständig ist, Andrea Moka und Harald Stenger, der als Schatzmeister ein wichtiges Wort mitzureden hat, haben sich in der vergangenen Woche getroffen, um den Inhalt des blau-gelben Narrenblattes zu besprechen. Mit dem Ergebnis, dass mehr über den Verein und seine Gruppen enthalten sein soll, um den Wehrheimer Carnevalverein Limes-Krätscher und seine Aktivitäten besser bekannt zu machen.
Beim Treffen stellten die Blattmacher fest, dass von der Neuen Mitte und ihren Nebenwirkungen eine ganze Zeitung gefüllt werden könnte. So einseitig soll die Kreppelzeitung jedoch nicht werden, und deshalb bittet Hopfengärtner alle Wehrheimer, die Kurioses oder Lustiges aus dem Apfeldorf zu berichten oder Skurriles fotografiert haben, sich bei ihm unter der Telefonnummer (0 60 81) 5 62 60 zu melden. Auch wer beim Herbstausflug mit nach Bad Hönningen an den Rhein fahren möchte, sollte anrufen. Los geht’s um 13 Uhr am Bürgerhaus, und die Fahrtkosten betragen 15 Euro.mai (mai)
TZ 15.08.2011
Narren haben Spaß beim Wandern
Wehrheim. Ob sie gesungen haben, „Der Mai ist gekommen“, ist nicht überliefert. Aber lustig war es beim Mai-Ausflug des Wehrheimer Carnevalvereins allemal, dafür sind die Narren auch außerhalb der Kampagne bekannt. Diese Tour, die Vorsitzender Horst Hopfengärtner organisiert und deren Ziel vorher niemand kennt, hat Tradition bei den Limes-Krätschern und so trafen sich am sonnigen und warmen 1. Mai fast 30 Narren am Bürgerhaus. Sie wanderten zur Schlink, durch die Gemarkung Schmidtholz in Richtung Usatal-Radweg. Christina Fuchs und Monika Stenger hatten für eine Zwischenrast mit deftiger Wurst und gekochten Eiern gesorgt und gestärkt ging’s weiter zum Ziel, dem Tannenhof Kötter bei Usingen. Dort legte ein Disk-Jockey neue und alte Hits auf und die Limes-Krätscher fühlten sich richtig wohl. Während die ersten sich bereits am Nachmittag zu Fuß wieder auf den Heimweg machten, feierte der harte Kern noch bis in den späten Abend mit guter Laune und toller Stimmung. (mai)
TZ 06.05..2011
Wandertag
Wehrheim. Die Limes-Krätscher verlieren sich auch nach der närrischen Kampagne nicht aus den Augen. Am Sonntag, 1. Mai, sind alle Mitglieder zur Wanderung ins Blaue eingeladen. Das Ziel verrät Vorsitzender Horst Hopfengärtner nicht, nur so viel: Zu essen und zu trinken wird es am Ziel geben. Aus diesem Grund bittet er auch um Anmeldung unter der Telefonnummer (06081) 981370. Start ist um 10.30 Uhr am Bürgerhaus. (mai)
TZ 23.04.2011
Rückblick auf eine erfolgreiche Saison bei den Limeskrätschern
(rm). Der Wehrheimer Carnevalsverein Limeskrätscher hat in der vergangenen Woche eine lange Faschingssaison erfolgreich beendet.
Auf der traditionellen Kritiksitzung, zu der auch die Öffentlichkeit eingeladen war, wurde nun Bilanz gezogen. Was war gut und was kann noch verbessert werden? Sehr zufrieden waren die Anwesenden mit dem Sommerfest auf dem Anwesen des ersten Vorsitzenden Horst Hopfengärtner und mit der Eröffnung der Kampagne am 11. 11. in der Allendörfer-Passage sowie mit der Eröffnungssitzung am 13. November. Diese sei mit über 200 Gästen sehr gut besucht gewesen, so Hopfengärtner.
Der Kartenvorverkauf für die drei großen Fremdensitzungen ist immer wieder Thema und hier insbesondere die Zeiten der Nummernvergabe und der Andrang im Bürgerhaus. Hier müsse der Vorstand über eine Entzerrung nachdenken. Die Kreppelzeitung brauche mehr Pfiff und nicht zu viele Anzeigen, darin waren sich alle einig. Dazu könnte ein „Kreppelteam“ gebildet werden, dass Ideen über das Jahr hinweg sammelt, schlug Harald Stenger vor, der die Kreppelzeitung auch als Vereinszeitung sieht. Wichtig sei auch, dass nicht nur Insider verstünden, was mit den Scherzen gemeint sei, wie Hopfengärtner betonte.
Was die drei großen Fremdensitzungen angeht, so sei die erste Sitzung zwar wieder sofort ausverkauft, der Geräuschpegel dort im Vergleich zu früheren Jahren aber höher gewesen. Das Thema Lautstärke sei insofern schwierig in den Griff zu bekommen, da die jungen Besucher auf eine Party und nicht auf eine Sitzung gehen würden. Allerdings sei es wichtig mit den Leuten im Vorfeld zu reden, so Sitzungspräsident Manfred „Möppi“ Seng.
Ein weiteres Problem stelle die Sektbar dar und hier seien auch Gäste mit eigenen Getränken aufgetaucht. „Das darf nicht sein, denn die Einnahmen der Sektbar sind unsere eigenen“!, ärgerte sich Katharina Stenger. Generell wird überlegt, ob die Sektbar näher zur Musik im Saal gerückt werden sollte. Meistens würden nur noch wenige Gäste nach der Sitzung im Saal tanzen und die Narren zögen wegen der Party-Musik in die Sektbar. Die Limeskrätscher hätten gerne mehr Wehrheimer Besucher bei der Herrensitzung in Merzhausen gesehen. Dort sei mit relativ wenig Aufwand eine tolle Veranstaltung entstanden.
Der Faschingsumzug hingegen sei mehr ein Standzug gewesen, so das Fazit der Anwesenden. Dies habe zum einen daran gelegen, dass am Rande viel angedient worden sei und die Gruppen dadurch Pausen gemacht hötten und andererseits daran, dass die Musikzüge großen Abstand gehalten hätten, damit deren Musik auch zu hören war, wie Seng erläuterte. Des Weiteren wird auch über einen zweiten Kommentator nachgedacht, je nachdem welchen Verlauf der Faschingsumzug im kommenden Jahr nehmen wird. Ein Problem ist auch weiterhin der Müll, der von den Gruppen leider nicht an den Containern am Bürgerhaus, sondern auf den Straßen und im Anschluss am Waldrand und den Wiesen entleert wird. Von den anwesenden Gästen kam der Wunsch, dass auf der Party im Anschluss bekannte Lieder für „Besucher mittleren Alters“ gespielt werden. Beim Kinderfasching wird im kommenden Jahr eine Person für die Erste Hilfe verantwortlich sein, da sich Kinder beim Toben leicht verletzt haben.
Wieder ein voller Erfolg war die Altenheimtour und hier kam der Wunsch von Wilfried Endlein, Vorsitzender des Kransberger Narrenclubs, ob zusätzlich zu den vier Einrichtungen das Kortheuer-Haus in Usingen mit ins Programm genommen werden könnte.
UA 14.03.2011
Nur wenig zu «krätschen»
Die Narren sind zufrieden mit der Kampagne 2010/2011, und es gab bei der Kritiksitzung an den einzelnen Veranstaltungen auch nicht viel zu mäkeln.
Wehrheim. Roland Schmidt sorgt seit 17 Jahren dafür, dass der närrische Lindwurm mit vielen Beteiligten und ungestört durchs Apfeldorf rollt. Foto: Mai«Das beste vom ganzen Umzug war das Wetter», sagte Rudi Offenbach am Samstag bei der Kritiksitzung der Limes-Krätscher. Freilich ist das Wetter auch das Kriterium, an dem die Narren am wenigsten rütteln können. Rudi Offenbach, der sich in dieser Saison nach jahrelanger Arbeit aus dem Bauausschuss verabschiedet, hatte jedoch eine andere Vermutung: «Das gute Wetter hat uns Bernd Müller vom Himmel geschickt.»
Müller ist der Gründungsvorsitzende des Wehrheimer Carneval-Vereins (WCV), und es vergeht kaum eine Veranstaltung, in der sich die Narren nicht an ihn erinnern. So ist ihnen bei allen Veranstaltungen, ob es die Eröffnung am 11. November ist, die Eröffnungssitzung, die drei großen Fremdensitzungen oder der Umzug, wichtig, sie im Sinne ihres Vorbilds weiter zu führen. Und sie peu à peu noch zu verbessern.
«Dazu ist die Kritiksitzung da», erklärte Horst Hopfengärtner, der Nachfolger von Müller im Vorsitz. Denn hier wird angesprochen, was verbessert werden könnte, aufgeschrieben und im Vorstand diskutiert. Diesmal hatten die rund 20 Besucher nur wenig zu «krätschen». Bemängelt wurden die Enge beim Kartenvorverkauf, die Auswahl der Musik bei der Party am Faschingssamstag, und das Konzept der Sektbar soll überarbeitet werden.
Auch die Lücken im Umzug kamen zur Sprache. Die waren wohl auch eine Folge des schönen Wetters, denn es waren nicht zuletzt die vielen Narren am Straßenrand, die die Tanzgruppen immer wieder zu Vorführungen aufforderten, die den Zug verzögerten. «Aber das ist auch gut so», erklärte Sitzungspräsident und Zugkommentator Manfred Seng. Viel problematischer ist für ihn die ohrenbetäubende Musik, die aus den großen Lautsprechern der Motivwagen dröhnt. «Das muss im nächsten Jahr anders werden.»
Die Gruppen mit handgemachter Musik, wie die Wiesbachtaler Musikanten, die Guggemusik oder die Musiker aus Wernborn, sollen auch noch zu hören sein, sie seien ein wichtiger Teil des Umzugs. Da wird Roland Schmidt gewiss eine Lösung finden. Er ist seit 17 Jahren als Zugmarschall für den närrischen Lindwurm verantwortlich und ein unermüdlicher Mann hinter den Kulissen.
Im Gespräch war am Samstag auch die Kreppelzeitung, deren aktuelle Ausgabe nur mit großen Mühen und in letzter Minute entstanden war, weil es kaum Zulieferer gab. Ein fester Ansprechpartner aus dem Vorstand soll in Zukunft das ganze Jahr über Beiträge entgegennehmen. Lob gab es für die «kurzen und knackigen» Sitzungen, die an drei Abenden ausverkauft waren, die Herrensitzung in Merzhausen und die Altenheimtour am Faschingsdienstag. mai (mai)
TZ 14.03.2011
„Drei Monate haben wir Party gemacht“
Traditionelle Fastnachtsbeerdigung bei den Limeskrätschern
(rm). „Noch einmal melde ich mich zu Wort, unsere schöne Fastnacht ist jetzt fort.“ Mit diesen Worten läutete der erste Vorsitzende der Limeskrätscher, Horst Hopfengärtner, die Beerdigung der Fastnacht ein und den Gang zum Brunnen vor dem Bürgerhaus zum Waschen der Geldbeutel.
Zuvor hatten sowohl er als auch Sitzungspräsident Manfred „Möppi“ Seng den Mitgliedern beim traditionellen Heringsessen für ihr Engagement während der langen und sehr erfolgreichen Kampagne gedankt. „Rund drei Monate haben wir nur Party gemacht. Der liebe Gott muss wohl ein Wehrheimer sein“, so Hopfengärtner in Anspielung auf das gute Wetter beim Faschingsumzug.
An diesem Abend wurde insbesondere den Ehrenamtlichen hinter der Bühne gedankt, die dafür verantwortlich sind, dass auf der Bühne bei den großen Fremdensitzungen und beim Umzug alles gut funktioniert. So den Mitgliedern des Bauausschusses, dem Bühnenmeister und dem Mundschenk, den Technikern für Ton und Licht, den Damen des Dekorationsausschusses, den Fotografen, den Fahrern der Umzugswagen und der Altenheimtour, dem Hausmeister des Bürgerhauses, der Buchhalterin, den DJs, dem Bürgerhauswirt und der Truppe, die den Altenheimfasching gestaltete.
Rudi Offenbach geht:
Einer wird sich nach elf Jahren zurückziehen und den Jungen das Feld überlassen. Rudi Offenbach verabschiedete sich aus dem Bauausschuss. Der zweite Vorsitzende Manfred Wenzel dankte ihm für sein Engagement. Mit seiner Hilfe seien tolle Bühnenbilder und Wagen mit den verschiedenen Mottos der Kampagnen realisiert worden, so unter anderem Hippies, Märchen, Limes, Baustelle, 20er Jahre und vieles mehr.
UA 11.03.2011
Geldbeutel sind leer
Limes-Krätscher waschen Portemonnaies aus und verteilen Orden
Bevor sich die Limes-Krätscher von der Fastnacht verabschiedeten, gab es am Aschermittwoch jede Menge Orden, einen Schnaps für jeden und ausgewaschene Geldbörsen.
Wehrheim. Nachdem die Geldbörsen ausgewaschen sind, ist auch für die Limes-Krätscher die närrische Zeit vorbei. Ein letzter Reim, ein letztes Helau, ein letzter Schnaps und Hering in Sahnesoße, dann ist die fünfte Jahreszeit auch für die Limes-Krätscher vorbei. Allerdings nur fast, denn zu allerletzt – so will es die Tradition – folgen sie ihrem Vorsitzenden Horst Hopfengärtner schwarz gekleidet unter Trauergeheul zum Brunnen am Bürgerhaus. Die Geldbörsen sind leer, die Fastnacht hat den letzten Cent gekostet, jetzt hilft nur noch eins: Die Narren waschen die Portemonnaies aus, und das ist ein Zeichen dafür, dass die Narretei vorbei ist.
Beim Heringsessen an Aschermittwoch gibt es noch eine weitere Tradition: Die Limes-Krätscher verteilen die letzten Orden. An Helfer, die nicht im Rampenlicht, auf der Bühne oder auf den Motivwagen standen, die hinter den Kulissen agierten. Eine Ausnahme gab‘s für einen, der im Rampenlicht stand, aber die Ehrenzeichen nur an andere verteilte – Sitzungspräsident und Zugmoderator Manfred Seng.
Als nächstes kam der Bauausschuss mit Manfred Wenzel, Rudi Offenbach, Walter Mayer, Jan Herr, Dieter Messinger, Sören Reichelt, Markus Bötz und Stefan Nagel dran, es folgten Bühnenmeister und Fahnenträger Christoph Conrad, Mundschenk Michael Plischka und der Mann für alle Fälle, Jochen Maibach. Steffi und Jens Horn sorgten für den guten Ton und dafür, dass die Kreppelzeitung erschien, fürs Licht waren Andre Eichorn und Karl-Heinz Lüdke zuständig, und auch an Hausmeister Klaus Hopfengärtner wurde gedacht.
Im Dekorationsausschuss haben Hannelore Herr, Christina Schmidt und Monika Stenger viele Luftballons aufgehängt und das Bürgerhaus narrenfein gemacht, und bei der Altenheimtour waren Christian Schollenberger, Achim und Simone Moos, Alexandra Best, Gabi Backmeister, Petra Stark, Silvia Schwalbe, Sabine Röske, Kerstin Simon und Ellen Driesch dabei.
Die «Hoffotografen» Karl-Friedrich Kolaß und Andreas Stark wurden ebenso wenig vergessen wie Monika Mayer, die dafür sorgte, dass die Kasse stimmt. Was aber wäre eine Fastnacht ohne die beiden Diskjockeys Harald Geyer und Wolfgang Röske? Oder ohne Werner Etzel und Christoph Mandt, die Fahrer der beiden Vereinswagen bei den Umzügen? Die Äpple Boys hatten für Garde-Mädel Annika Seel noch ein besonderes Abzeichen gebastelt, den «Dappes-Orden». Sie war beim Radschlagen im närrischen Umzug gleich zwei Mal in Pferdeäpfeln gelandet.
Zu guter Letzt bedachten die Narren auch Bürgerhauswirt Jimmy Rashid, der mit Bismarck-Schnaps durch die Reihen ging. Damit erinnern die Narren traditionell an ihren verstorbenen ersten Vorsitzenden Bernd Müller, für den der Bismarck der einzige Fürst war, «der hält, was er verspricht».
Die Pause fängt für die Limes-Krätscher erst am Wochenende an. Am Samstag ist von 14 Uhr an Kritiksitzung im Bürgerhaus.mai (mai)
TZ 10.03.2011
Hier regiert der WCV!
Limes-Krätscher feiern im Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung
Entmachtet haben die Narren den Rathauschef bereits am Samstag. Gestern haben sie sich mit Helau und viel Geschrei im Rathaus breit gemacht und kräftig getagt.
Wehrheim. Bis Mittwoch haben jetzt die Narren das Zepter im Chefzimmer des Rathauses übernommen. Foto: Gerrit Mai«Viva Wireena», sangen die Narren im Sitzungssaal des Rathauses. Die Kölner Karnevalshymne «Viva Colonia» ist seit langem auch die Wehrheimer. Diese laut skandierend, zogen Vorstand, Elferrat und Maxi-Garde gestern pünktlich um 11.11 Uhr ins Rote Rathaus ein. Narrenchef Horst Hopfengärtner verdrängte Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) aus dem Chefsessel und riss ihm das Telefon aus der Hand. Mit wem er wohl als erstes telefoniert hat? Die Taunus Zeitung hat recherchiert und herausgefunden, dass es kein anderer war als Pfaffenwiesbachs Ortsvorsteher Rudi Bauer (parteilos). Welche Verschwörungen gegen den Bürgermeister die beiden ausgeklüngelt haben, war jedoch nicht in Erfahrung zu bringen.
Die närrische Flagge der Limes-Krätscher hängt seit Samstag vor dem roten Gebäude, aber gestern ist es ernst geworden, und Gregor Sommer gelang es nicht, seinen Schreibtisch zu verteidigen. Auch wenn es im Sitzungssaal für eine Polonaise zu eng war, die Narren rückten Stuhl für Stuhl an den ovalen Tisch und feierten mit unzähligen kleinen «Pfläumchen» und «Wehrheim Helau» bis in den Nachmittag. Sie hatten sogar einen frisch geschlagenen Edelmann mitgebracht: Ritter Manfred, Herrscher der Möpse und Kickers-Äffchen, alias Sitzungspräsident Manfred Seng. Horst Hopfengärtner hatte kürzlich seine langjährige aktive Arbeit im Narrenverein mit der höchsten Auszeichnung, der Goldenen Flamme, gewürdigt.
Brunnen gefordert
Sommers Vorzimmer-Assistentin Claudia Christ nahm das Serviertablett in die Hand und bediente die Narren mit Sekt, Schnaps und heißer Fleischwurst. Die Jecken nutzten auch die Gelegenheit, um dem entmachteten Oberhaupt ihre Wünsche vorzutragen: «Wir hätten gerne in der neuen Mitte einen Narrenbrunnen», brachte Hopfengärtner es auf den Punkt. Nachdem der historische Brunnen auf dem Bürgerhausplatz kein Ausflussrohr und keinen Schwengel mehr hat, wissen die Limes-Krätscher nicht, wo sie am Aschermittwoch ihre leeren Geldbörsen auswaschen sollen.
Das Heringsessen mit Verleihung der letzten Orden am Mittwoch ist der nächste offizielle Termin der Narren. Sie treffen sich um 20 Uhr im Bürgerhaus. Mit der Kritiksitzung am kommenden Samstag ist die Narretei im Apfeldorf endgültig vorbei. Von 14 Uhr an sind alle ins Bürgerhaus eingeladen, die an den Veranstaltungen der Limes-Krätscher etwas zu krätschen haben.mai (mai)
TZ 07.03.2011
Morgen ziehen die Narren durch den Ort
Der Faschingsumzug der Limes-Krätscher wird immer von hunderten Narren am Straßenrand verfolgt. Am morgigen Samstag ist es wieder soweit.
Wehrheim. Die Elferratsfrauen freuen sich schon auf den närrischen Lindwurm. Sie werden morgen auch dabei sein. Achtung Narren, aufgepasst: Der närrische Lindwurm führt in diesem Jahr nicht durchs Stadttor. Wegen der Bauarbeiten in der Dorfborngasse geht er an der Kreuzung zur Hauptstraße die Bahnhofstraße geradeaus weiter und biegt nach links in die Töpferstraße ab. «Wir hoffen, dass das neue Rathaus im nächsten Jahr fertig ist und wir vorbeilaufen können», sagt Limes-Krätscher-Vorsitzender Horst Hopfengärtner.
Zum Umzug erwartet der Carneval-Verein (WCV) am morgigen Samstag hunderte Narren aus nah und fern – als Teilnehmer und als Stimmungsmacher am Straßenrand. Fußgruppen und Motivwagen sind dabei, wenn die Narrenlautstark, fröhlich und bunt durch die Gassen toben und der Ortskern zum Mittelpunkt der Narretei wird. Zug-Kommentator ist wie immer Sitzungspräsident Manfred «Möppi» Seng.
Der Zug startet um 15 Uhr am Bürgerhaus, und Zugmarschall Roland Schmidt hat fast 40 Fußgruppen und fantasievoll geschmückte Wagen hat auf seiner Liste stehen. Angeführt vom Fahnenträger werden außer Büttenrednern, Garden und Offiziellen zudem Schweizer Guggemusiker, die Wiesbachtaler Musikanten, der Musik- und Freizeitverein Wernborn und das Tanz- und Musikcorps Ronneburg aus Frankfurt so manchen närrischen Hit spielen. Der Waldkindergarten und die Turnfrauen sind für ihre fantasievollen Kostüme bekannt, das Männerballett, der Elferrat, die Ausrangierten, Handball- und Fußball-Spieler aus Wehrheim, Obernhain und Pfaffenwiesbach, das Rote Kreuz, und Apfelblütenkönigin Eva-Maria I. dürfen nicht fehlen.
Vom Start geht es über die Goethestraße vorbei am Kindergarten bis zur Bahnhofstraße. An der Kreuzung Hauptstraße, Oranienstraße und Wiesenau werden besonders viele närrische Zaungäste erwartet. Weiter geht‘s geradeaus und links in die Töpferstraße, am «Alten Sportplatz» vorbei, über die Usinger Straße in die Vogelsangstraße und nach links in den Bierhausweg. Von dort aus zieht sich der Korso durch die Schießmauer und die Pfaffenwiesbacher Straße, um vorm Rathaus vom Kommentator empfangen zu werden.
Der Weg der Garden führt ins Rathaus, wo Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) mit Honoratioren aus Kommune und Kreis die Sektkorken knallen lässt. Doch die Verstärkung kann ihm vermutlich auch nicht helfen. Wie in jedem Jahr gehören der Sieg und der Gemeindesäckel den Narren, und sie führen den Rathauschef in Ketten ins Bürgerhaus. Dort wird bis zum Abwinken gefeiert. mai (mai)
TZ 04.03.2011
Königliche Tänzerin
Eva-Maria I. schlüpft derzeit sowohl ins Kleid als auch in die Garde-Uniform
Die fünfte Jahreszeit ist in vollem Gange, und Apfelblütenkönigin Eva-Maria I. hat als Garde-Mädel einiges zu tun. Passend zur Saison trifft die Regentin für den Monatsrückblick Februar mit Limes-Krätscher-Chef Horst Hopfengärtner zusammen.
Von Gerrit Mai
Wehrheim. Die Limes-Krätscher und ihr Vorsitzender Horst Hopfengärtner sind stolz auf Apfelblütenkönigin Eva-Maria I., die aus ihren Reihen stammt.Die Maxi-Garde der Limes-Krätscher ist eine wahre Königinnenschmiede. Eva-Maria I. ist nach Patricia Harff und Katharina Reichelt die dritte Hoheit aus diesen Reihen. Wenn das einen freut, dann Horst Hopfengärtner, den Vorsitzenden des Wehrheimer Carneval-Vereins (WCV). «Ich bin stolz darauf, dass junge Frauen aus meinem Verein bereit sind, dieses hohe Amt zu übernehmen.»
Er freut sich mit seinen Mädels, denn diese Chance habe man nur ein Mal im Leben. Er beobachtet mit Freude, wie sie mit dem Amt wachsen, lernen, frei zu reden und ein anstrengendes Jahr für ihr Heimatdorf durchhalten. Als Wehrheimer Urgestein gefällt es Horst Hopfengärtner, dass es dieses Amt gibt, welches das Apfeldorf über seine Grenzen hinaus bekannt macht. Hopfengärtner gefällt auch, dass Eva-Maria I. als Königin im Fernsehen, beim Empfang des Ministerpräsidenten und auf der Grünen Woche in Berlin war.
Aber warum haben die Limes-Krätscher kein Prinzenpaar? «Wir sind demokratisch, bei uns sind alle gleich», antwortet der Narren-Chef mit einem Augenzwinkern. Der wahre Grund: Es sei schwer, jemanden für solche Ämter zu finden, zudem ein großer Aufwand und nicht gerade billig. Außerdem kämen die Wehrheimer zu närrischen Sitzungen, weil sie ohne langatmiges königliches Prozedere einfach Spaß haben wollen.
Der WCV macht aber auch etwas für seine Hoheit: «Für den Faschingsumzug bekommt sie einen eigenen Wagen.» Aber sonst gibt‘s keine Extrawürste. Bei der Garde ist sie eine Tänzerin wie alle anderen. Und als solche fühlt sich Eva auch wohl. Sie mag den Zusammenhalt der Mädels, den Tanz und den Spaß, den sie miteinander haben.
Mit elf Jahren kam Eva-Maria Schaal 1998 zur Midi-Garde, weil sie nach dem Ballett-Unterricht Lust auf etwas anderes hatte. Heute gehört sie zur Maxi-Garde, die auf der Faschingsbühne große Erfolge feiert.
Trotz der vielen Faschingsauftritte hatte sie im Februar auch einige Male die Garde-Uniform mit dem Königinnenkleid getauscht. Beim CDU-Ball erzählte sie Moderator Wolfgang Paris von ihrer Arbeit und eröffnete mit ihm elegant beim Wiener Walzer den Ball. Der 50. Geburtstag von Papa Erich Schaal war zwar kein Ball, aber er wurde auch groß gefeiert, und Eva gratulierte ihm im Königinnen-Kleid. Da fühlte sich das halbe Jahrhundert doch gleich viel jünger an. Für die Übergabe des Pokals beim G-Jugend-Fußballturnier wollte Eva-Maria I. am Samstag auch ihr Königinnen-Kleid anziehen. Allerdings denkt sie jetzt schon mit Wehmut daran, dass ihre Amtszeit in gut zwei Monaten zu Ende ist und die Auftritte in der eleganten Robe gezählt sind.
TZ 28.02.2011
Wutbürger witzelten gegen Wehrheim 21
Auf Wehrheims „Wies´n“ feierten die Limeskrätscher die erste Fremdensitzung - Apfeldorfnarren außer Rand und Band
(rm). „In Wehrheim steht ein Bürgerhaus, da läuft so manches Fäßchen aus. Eins, zwei suffa“, ertönte es im Bürgerhaus. Die „Wehrheimer Wiesn“, die erste große Fremdensitzung der Limeskrätscher war eröffnet. In feschen Dirndeln marschierten die schönsten Frauen aus Wehrheim, die Elferratsdamen auf die Bühne. „Das Warten hat nun ein Ende“, begrüßte Sitzungspräsident Manfred „Möppi“ Seng in Krachledernen und Seppelhut die Narrenschar.
„Wehrheim Helau, Limeskrätscher Helau!“, jubelten sie der Minigarde zu. In den rosafarbenen Dirndln mit Brezelchen um den Hals wirbelten sie zum Auftakt des vierstündigen Spektakels auf der Wehrheimer Wies`n. Dort hatten sich auch die Tollitäten aus Kransberg und Merzhausen eingefunden, um den Limeskrätschern fleißig Orden umzuhängen. Einer, der besonders gerne krätscht, ist Protokoller Horst Hopfengärtner, der Vorsitzende der Limeskrätscher. Ob Wehrheimer Mitte, die Gastronomie, der Dreck auf den Straßen oder Pfaffenwiesbach - kein Eisen ist dem Protokoller zu heiß. „Hat mer de falsche Leut vertraut, mit dene mer die Mitte baut?“ So werde in Hundstadt gelästert.
Mit einer Spitzenleistung begeis - das gehört einfach zur Fastnacht dazu. Im Zwiegespräch unterhielten sich die Brüder Marius und Florian Backmeister über das Älter werden der Eltern.
Viel Beifall gab es für den Nachwuchs aus einer Wehrheimer Familie, die im Karneval aktiv ist. Doch was dann kam, ließ dem Publikum den Atem stocken. Mit Eleganz und Akrobatik eroberte Tanzmariechen Madita Seel die Bühne. „An die Gewehre“, forderte Seng die Narren auf, denn hier war die erste Rakete des Abends fällig. Kein leichtes Los für den, der danach kommt. Das schaffte mit Bravour aber der singende Bürgermeister, der die Narren wieder als DJ Ötzi bei Laune hielt. Und das macht er, wie kein anderer: Bei „Hey Baby“ wurde mitgesungen und getanzt, was das Zeug hielt.
Als neue Apfelblütenkönigin bewarb sich die Apollonia (Franziska Wagner)? Doch mit der Jury hatte sie es nicht leicht: „Sie habbe da obbe e bissche zu wenig... - Ja soll` ich für de Appelwei oder e Playgirl für die Gemeinde sei?“ „Mit ihrem Scharfsinn schafft sie es, dass der Saal still ist“ Möppi Seng sprach den Narren aus der Seele. Für die war klar: Das ist eine Rakete wert!
Als lustige Holzhackerbuam versprühten die Äppleboys alpenländischen Charme. In Wehrheim eine Demo? Undenkbar! Und doch hatten sich zwei Wutbürger aus Stuttgart auf den Weg gemacht. „Wir sind gegen die Neue Mitte“. Und „Wehrheim und Berlin haben beide rote Rathäuser und sind pleite. Doch in Wehrheim wird gespart. Da werden die Schlaglöcher ausgebessert, indem die Teerdecke aus Pfaffenwiesbach abgetragen wird.“ Auch die Parteien bekamen ihr Fett ab. „CDU - das steht für Club der Unfähigen“. Die Grünen haben das besondere Rezept für Liebe machen: „Alternativ und ohne zu spritzen“. Damit hatten Reneé Vollmer und Nico Sakschewski vom „Hernfasching“ die Lacher auf ihrer Seite. Nicht zu vergessen Stefan Velte als Hausmeister und Patrizia Harff als Gastpolitesse.
Nach einem Jahr Auszeit ist sie wieder da, die Midi Garde. Mit flottem Hip Hop und glänzenden Kostümen setzten sie einen besonderen Akzent an diesem Abend. Zwei Zugfahrer (Roland und Fabian Seel ) in der Taunusbahn sinnierten über „Schiller und Schaller“ und die berühmten Pissebachspatzen zeigten, dass sie auch zu dritt das Singen nicht (v)erlernt haben.
„I like to move it move it...“ - Wer kennt ihn nicht den Gassenhauer aus dem Film Madagaskar? Und wie sie sich bewegen, die Männer vom Männerballett! Den Dschungel hatten sie auserkoren für ihr buntes Treiben. Ob als „Wild boys“ in Army-Hosen, Krieger mit Speer zu „In Zaire“ oder in Baströcken zum „Jungle Drum“ - die Begeisterung bei den Narren kannte keine Grenzen. Klar, dass hier eine Zugabe fällig war.
Als schwarzer Blitz vom Skiverband kam Frank Hammen in die Bütt. Mit zwei verschiedenen Skiern und ohne Skischuhe, „denn der linke Fußzeh war geschwellt, weil ein Rindviech ihn geprellt“. Die „Schützenliesel“, erklang, als die Mädels der Maxigarde mit Bierseideln und bunten Dirndln auf die Bühne kamen. Tänze passend zum Motto begeisterten das Publikum. Da wurden auch mal die ansehnlichen Hinterteile frech zur Schau gestellt und Patrizia Harff sang Nickis legendäres Lied „I will nur z´rück zu Dir...“ Die letzte Rakete des Abends zündete. Sängerin Simone Seng läutete das Finale ein. Im Glitzerlook und mit Wunderkerzen betrat sie die Bühne, bevor die Luftballons flogen und die Darsteller und Gäste der Limeskrätscher auf der Wies`n tanzten.
Für ihr Engagement wurden Linda Röske, die seit zehn Jahren aktiv ist mit der silbernen und Michael Berndt für 20 Jahre mit der goldenen Flamme ausgezeichnet. Vom Dirndl bis hin zu den Krachledernen und einigen Rindviechern war im alpenländisch kostümierten Publikum alles vertreten. Toll anzusehen waren auch die „Ausrangierten“, eine Frauentruppe der Limeskrätscher, die sich extra einen bunten bepflanzten Balkon in ihre Shirts genäht hatten.
UA 21.02.2011
So bajuwarisch feiern nur die Hessen
Von Gerrit Mai
Limes-Krätscher holen die Wiesn ins Bürgerhaus
Die erste von drei Fremdensitzungen der Limes-Krätscher hatte alles, was sich ein Narr nur wünschen kann. Pointierte Büttenreden mit jeder Menge Lokalgeschehen sowie fantasievolle Kostüme und Tänze, die an Charme und Professionalität nichts zu wünschen übrig ließen.
Wehrheim. Die Frage, ob Appolonia alias Franziska Wagner nicht eine tolle Apfelblütenkönigin wäre, stellt sich nicht, denn sie wird mit ihren treffenden Vorträgen in jedem Jahr in der Faschingsbütt erwartet.Wissen Sie warum Appolonia alias Franziska Wagner nicht die neue Apfelblütenkönigin ist? Weil sie in der Faschings-Bütt gebraucht wird. Meinten zumindest die Narren im Bürgerhaus. Sie sei aus der Wehrheimer Fassenacht nicht wegzudenken, lobte sie Sitzungspräsident Manfred «Möppi» Seng. Auch wenn sie diesmal einen Bembel statt ihrer obligatorischen Tasche schlenkerte und der Ansicht war, dass «Öchsle» die «kleine Eumel sin, wo mer de Flotte von krieht».
Mit Äpfeln und Krone geschmückt wollte sie Apfelblütenkönigin werden. Da wird wohl allerdings auch im nächsten Jahr nichts draus, denn Appolonia verkündete am Ende lauthals einen anderen Vorschlag: «Gregor du wirst König, bist du bereit?» Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) hat also eine Alternative zum Chefposten im Rathaus. Als DJ Ötzi brachte er ganz in Schwarz gekleidet und mit weißer Strickmütze zum wiederholten Mal die Narren zum Toben.
Die Limes-Krätscher haben am Samstagabend die heiße närrische Phase eröffnet, und die Narren brauchten keine Minute Zeit zum Aufwärmen, die Hütte auf der «Wehrheimer Wiesn» brannte von Anfang an. Die Bühne war in einen Biergarten verwandelt, in dem es «Krätscher-Bräu» zu trinken gab und über der als Engel Aloisius mit seiner Harfe kein anderer auf der Wolke schwebte als der verstorbene Krätscher-Vorsitzende Bernd Müller, kurz «BMW». Er darf bei keiner Sitzung im Bühnenbild fehlen und dürfte zufrieden gewesen sein.
Die Elferratsfrauen in ihren Dirndln ließen tief blicken, aber es gab auch im Saal jede Menge Dirndl-Ausschnitte, die die Männeraugen erfreuten, und bajuwarische Stimmung wie sie nur Hessen zeigen können. Die Kleinen der Mini-Garde in ihren rosa Dirndln bekamen viel Beifall, aber die Männerblicke ruhten eindeutig länger auf den feschen Trachten der Maxi-Garde. Die Midi-Garde hatte einen hervorragenden Auftritt, die Äppelboys zeigten in ihren Krachledernen viel Haut, und beim Auftritt des Männerballetts blieb kein Auge trocken. Eine ganze Herde Zebras war ebenso faszinierend wie Affe, Tiger, Leopard und Urwaldmensch, die im Tanzschritt die Bühne eroberten.
Spitzen-Leistung
Dass allerdings auch eine einzige Tänzerin ausreicht, damit die Narren große Augen bekommen, zeigte Madita Seel. Sie wirbelte als Tanzmariechen über die Bühne, und der Saal tobte. Eine solche Leistung der Spitzenklasse gab es im Fasching lange nicht zu sehen. Wie in jedem Jahr waren auch die Pissebachspatzen dabei, allerdings geschrumpft auf drei Sänger – Horst Hopfengärtner, Günter Rohrbach und Roland Schmidt.
Närrische Hoheiten aus Kransberg und Merzhausen gaben sich die Ehre, und Manfred Seng begrüßte Jecken aus Hundstadt sowie die Karnevalsfreunde Usinger Land.
Vom ersten bis zum letzten Helau kam keine Minute Langeweile auf, ob bei Marius und Florian Backmeister, die «ihre Alten» durch den Kakao zogen oder bei Roland und Fabian Seel aus Hundstadt als Taunusbahn-Fahrer. Spitze war auch die Gruppe «Hern(Hirn)fasching» – Patricia Harff, René Vollmer, Nico Sakschewski und Stefan Velte. Wie in Stuttgart protestierten sie gegen alles, vor allem aber die Mitte und die Gemeinde- und Staatsführung. Sie wussten auch, warum sich Wehrheimer und Berliner Politik so ähnlich sind: «Beide haben rote Rathäuser und sind pleite.» Die Hürde des ersten und der letzten Büttenredners meisterten Horst «Hoppe» Hopfengärtner als Protokoller und Frank Hammen als Skilehrer mit Leichtigkeit. Hopfengärtner nahm das Dorfgeschehen unter die Lupe und ließ vom «Dauerthema Mitte» über den Hundedreck, die neue Kneipe in der Bahnhofstraße und die Scharmützel in Pfaffenwiesbach kaum etwas aus. Nicht klar ist ihm, wer dort das Rennen im Ortsbeirat macht: «De Simon oder de Bauer in e paar Woche sin mer schlauer.» Bevor Simone Seng mit ihrem Gesang den Saal nach vier Stunden nochmal in Wallung brachte, hatte Skilehrer Frank Hammen als «schwarzer Blitz vom Zillertal» berichtet, wie die Älpler im Sommer die Kühe melken und im Winter die Touristen.
TZ 21.02.2011
Rein ins Kostüm – auf geht‘s in die Narrenzeit
Die Limes-Krätscher vom Wehrheimer Carneval-Verein haben viel vor. Ihr närrischer Fahrplan ist lang, und es dürfte für jeden Jecken etwas dabei sein.
Wehrheim. Sitzungspräsident Manfred „Möppi“ Seng zeigt’s als Clown: So bunt ist die Fastnacht. Foto: MaiJetzt kommt auch im Apfeldorf der Narrenzug in die fünfte Jahreszeit ins Rollen. Der Fahrplan steht fest, und los geht‘s am kommenden Samstag um 13 Uhr im Bürgerhaus mit dem Kartenvorverkauf für die drei Fremdensitzungen. Der Eintritt kostet 11 Euro. Auch die obligatorische Kräppelzeitung soll dann fertig sein.
Dem Motto zufolge möchten die Narren bei den Sitzungen das Bürgerhaus in eine «Wehrheimer Wiesn» verwandeln und zünftig feiern. Die Generalprobe ist auf zwei Termine verteilt: Am Donnerstag, und Freitag, 17. und 18. Februar, wird jeweils von 19 Uhr an ausprobiert, ob alles für das erste «Wehrheim, Helau» am Samstag, 19. Februar, vorbereitet ist. Die bayerische Gaudi in der Narhalla im Bürgerhaus beginnt um 19.31 Uhr und verspricht mindestens vier Stunden Büttenreden, Sketche, Schunkeln und Gardetanz.
Die Limes-Krätscher sind dafür bekannt, dass sie als einziger Carneval-Verein im Usinger Land drei Sitzungen mit jeweils nahezu voll besetztem Saal auf die Beine stellen, und Vorsitzender Horst Hopfengärtner hofft auch diesmal für die beiden weiteren Sitzungen am Freitag, 25., und Samstag, 26. Februar, auf ein volles Haus.
Zur Männersitzung sind die Wehrheimer Narren am Donnerstag, 3. März, nach Merzhausen eingeladen. Sie beginnt um 20.11 Uhr in der Rauschpennhalle. Am Faschingssamstag, 5. März, tanzen die Narren aus dem Apfeldorf gleich auf zwei Hochzeiten. Sie beteiligen sich am Umzug in Usingen, der um 11 Uhr beginnt, und um 15 Uhr stehen sie wieder in den Startlöchern für den eigenen Umzug. Anschließend übernehmen sie Rathaus und Gemeindekasse und feiern im Bürgerhaus.
Am Sonntag, 6. März, unterstützen die Wehrheimer ihre Freunde in Oberursel beim Umzug und der Besetzung des Rathauses. Am Rosenmontag kommen die kleinen Narren von 15 Uhr an im Bürgerhaus zum Zug, und die Senioren sind bei der Altenheimtour tags drauf, am Dienstag, 8. März, dran.
Für den Aschermittwoch bleiben nur noch das Verteilen der letzten Orden, das Auswaschen der leeren Geldbeutel, ein letzter Schnaps und der Hering als Traditionsessen zum Beginn der Fastenzeit. Beginn ist um 20 Uhr im Bürgerhaus. Dann haben die Limes-Krätscher ausgemeckert.
Am Samstag, 12. März, kommen bei der Kritiksitzung die zu Wort, die an den närrischen Veranstaltungen etwas zu «krätschen» haben. Lob wird dann natürlich auch angenommen. Beginn ist um 14 Uhr im Bürgerhaus.
Die Jahreshauptversammlung der Limes-Krätscher am Freitag, 25. März, ist der letzte Streich der Saison, aber gleich danach gehen die Planungen fürs nächste Jahr schon wieder los. mai (mai)
TZ 01.02.2011
Showgrößen krönen Kampagnenauftakt
Limeskrätscher starten fulminant in die Session: Stars von AC/DC über Heino bis zu Amy Winhouse machen Spaß
(cju). Stimmung von Anfang an: Manfred „Möppi“ Seng in Bergsteigerstiefeln, Kakihose und kariertem Hemd hatte die Narrenschar aus dem Apfeldorf im Griff. Gut gelaunt und routiniert führte er durch die Eröffnungssitzung der Limeskrätscher und konnte dabei viele Glanzlichter in einer tollen Sitzung präsentieren.
Gleich zum Auftakt kamen die kleinsten Tanzmäuse der Mini-Garde zum Einsatz und eroberten in ihren gelben Shirts und blauen Miniröckchen die Herzen der Zuschauer im Sturm. Mit viel Einsatz waren die zwölf dabei und hatten sogar noch genug Puste für eine Zugabe. Als Dreingabe für die Minis gab es von Möppi Seng einen kuscheligen Weihnachtsbären, „das ist jetzt euer Maskottchen!“ Tanztechnisch sind die Limeskrätscher gut aufgestellt - später folgten noch Midigarde und Maxigarde mit tollen Tänzen zu flotter Musik.
Horst „Hoppe“ Hopfengärtner, bekannt als Vorsitzender des Vereins und Sänger bei den „Pissebachspatzen“, die später noch einen Auftritt hatten, wagte sich als erster in die Bütt. Er kalauerte sich durch die bekannten Themen - Schwiegermütter, Ehefrauen, Kurschatten und vieles weitere. Als Fußballspielerinnen kamen die Damen vom Elferrat auf die Bühne, schließlich war im Sommer ja Weltmeisterschaft gewesen. Mit viel Einsatz und einer neuen Fee, die mit Zauberstab und Pferdchen die Bühne betrat, hatte der Elferrat die närrischen Gäste gleich auf seine Seite gezogen und mit Michaela Tuch, einer begabten Büttenrednerin, sprach man schnell im Chor „Denn nur Idioten quälen sich!“ Michaela hatte sich des leidigen Themas Sport angenommen und sich als Gegnerin jeglicher körperlicher Ertüchtigung geoutet. „Ihr seid einfach Spitze, ich bin euer Fan und ich bleibe es auch“, so ein überwältigter Möppi nach dem fulminanten Auftritt der Äppelboys - die fünf Jungs kamen unter anderem als Peter Maffay, Amy Winehouse, Lady Gaga, Axl Rose von Guns´n Roses oder Tina Turner mit Karaoke auf die Bühne und brachten schließlich noch mit einem Lied aus dem Musical „Grease“ den Saal zum Kochen.
Aber auch Erhard Planz aus Neu-Anspach ist ein Meister seines Faches - seit Jahren mit von der Partie hatte er dieses Mal den Schweiz-Urlaub mit der Familie aufs Korn genommen und erzählte aberwitzige Geschichten auf breitem hessischen Platt, so dass kein Auge trocken blieb.
Die „Ausrangierten“ sind immer für eine Überraschung gut: den Schlagerstar Heino mitsamt Sonnenbrille und gelbem Haarschopf zu imitieren, war nur die halbe Miete - zum Sound von AC/DC rockten die Damen die Bühne und ließen einmal mehr eine Rakete gen Himmel steigen. Der Saal blieb dieses Mal voll, obwohl die „Pissebachspatzen“, seit 20 Jahren mit dabei, „schon so manchen Saal leer gesungen haben“. Aus Mönstadt waren die Gipfelstürmer Jörg Heimann und Ingo Wieth ins Apfeldorf gekommen und waren etwas überrascht, dass sie im Taunus gelandet waren. Sie machten natürlich das Beste aus der Situation.
Prinz Edi I. aus Kransberg mit seinem Hofstaat machte Station in Wehrheim und erinnerte an die große Sitzung im Januar, bei der das Beste der Usinger Land-Vereine gezeigt werden wird. Möppi Seng rief noch einmal alle Aktiven zum großen Finale auf die Bühne und hofft, dass nach einem Abend voller guter Stimmung auch die großen Sitzungen der Limeskrätscher bei bester Laune und gut besucht werden.
UA15.11.2010
Auf geht’s: Die Limes-Krätscher sind wieder auf der Bühne
Von Gerrit Mai
Die Limes-Krätscher haben auch nach langer faschingsfreier Zeit nicht vergessen, wie die Narretei geht. Das zeigte die Eröffnungssitzung am Samstagabend.
Wehrheim. 20.11 Uhr: Narhalla-Marsch, Einzug der Narren und das erste Helau, dann beginnt der Frohsinn. Ganz so einfach ist das allerdings nicht, wie die närrische Eröffnungssitzung zeigte. Erst die Äpple-Boys haben bei der Eröffnungssitzung der Limes-Krätscher am Samstagabend im Bürgerhaus um 21.45 Uhr das Eis gebrochen. Sie tanzten Karaoke singend als Peter Maffay, Blümchen, Nina Hagen, Lady Gaga und Tina Turner perfekt inszeniert und kostümiert über die Bühne. Der Beifall war riesig und ging nahtlos auf Erhard Planz, den nächsten Star der Fastnacht, über.
Er dürfte einer der wenigen Anspacher Poatzeplicker (Heidelbeerpflücker) sein, die im Apfeldorf seit Jahrzehnten gefeiert werden, wie Sitzungspräsident Manfred «Möppi» Seng erklärte. Er habe schon mehrfach seinen Ruhestand als Narr angekündigt. Doch Limes-Krätscher-Chef Horst Hopfengärtner ist nicht nur ein Meister in der Bütt, in der er mit einigem «Kokolores» auftrat, sondern auch einer der Überredungskunst. Planz konnte nicht widerstehen. Der Narr mit dem trockenen, spontanen hessischen Humor erntete viele Lacher, als er von seinem Urlaub in der Schweiz berichtete. Von dem Land, das umgeben ist «von Bergen und sehr hohen Preisen». In die Schweiz würde er jederzeit wieder fahren, aber ob er im Bürgerhaus noch mal in die Bütt geht, ließ Erhard Planz offen, auch wenn ihn die rund 200 Narren mit tosendem Applaus darum baten.
Auch die «Ausrangierten», die ihn auf dem Narrenparkett ablösten, gehören nicht zum alten Eisen. Sie hatten einen vierfachen Heino mitgebracht. Ging einer mit der «schwarzen Barbara» von der Bühne, kam der nächste mit «Mohikana Shalali» auf der anderen Seite rein. Was in den ehemaligen Elferrätinnen steckt, zeigten sie im schwarzen Outfit als Rocker. Die Pissebach-Spatzen, ebenfalls Legenden des Carneval-Vereins, sind zwar inzwischen auf drei Mitglieder geschrumpft, intonierten aber dennoch ihr gedichtetes Erkennungslied «Fastnachtszeit ist ja das allerbeste im Jahr» bestens.
Allround-Musiker Christian Schollenberger ist in den Ruhestand gegangen und so wurden die Sänger von den Weiltalern, der Faschingsband der Limes-Krätscher, begleitet. Apropos Krätscher. Den Begriff musste Manfred Seng dem Kransberger Prinzen Edi, der samt Hofstaat die Eröffnungssitzung besuchte, erläutern. «Das heißt nicht «grätschen», das machen nur die Fußballer aus Pfaffenwiesbach. Wir ’krätschen’ und das heißt meckern.» Das nahm sich Büttenrednerin Michaela Tuch zu Herzen, als sie über die Folgen des Sports herzog: «Der Bauch bleibt matschig, aber der Hals wird steif.»
Rein gar nichts zu krätschen gab’s an den Auftritten der tanzenden Elterratsfrauen und der Garden. Sie machten eindrücklich den Erfolg kontinuierlicher Nachwuchsarbeit deutlich. Ebenfalls nichts zum Meckern gab’s bei der Saaldekoration. Der Deko-Kurs, an dem einige Limes-Krätscher kürzlich teilnahmen, schien gefruchtet zu haben. Neben der Bühne hingen blau-gelbe Luftballon-Spiralen und von der Decke dicke, rote, gelbe und blaue Ballon-Trauben.
TZ 15.11.2010
Vom Festausschuss in den Vorstand
Als Vize-Chef wird sich Manfred Wenzel noch stärker bei den Limes-Krätschern engagieren
Manfred Wenzel (links) ist der neue Vizechef. Er möchte gemeinsam mit Horst Hopfengärtner die Geschicke der Limes-Krätscher in den nächsten beiden Jahren lenken. Foto: Gerrit Mai Von Gerrit Mai
Die Limes-Krätscher haben mit Manfred Wenzel wieder einen zweiten Vorsitzenden. 42 von 350 Mitgliedern wählten ihn.
Wehrheim. Narrenchef Horst Hopfengärtner atmete sichtbar auf. Beim zweiten Anlauf ging alles ganz schnell. Trotz beantragter geheimer Wahl hatte der Wehrheimer Carnevalverein Limes-Krätscher (WCV) innerhalb von knapp einer Viertelstunde einen neuen zweiten Vorsitzenden. Der 48-jährige Manfred Wenzel wurde bei einem ungültigen Votum und drei Nein-Stimmen mit 42 Zustimmungen gewählt. Zur Erinnerung: Bei der Jahreshauptversammlung stand Amtsinhaber Jürgen Bartels zur Wiederwahl. Er hatte seine Wahl nicht angenommen, da es auch Gegenstimmen gegeben hatte. Ein anderer Kandidat konnte nicht gefunden werden. Deshalb sei die außerordentliche Versammlung nötig gewesen, erläuterte Hopfengärtner. Der Vorstand war diesmal gut vorbereitet und präsentierte Manfred Wenzel als Kandidat seiner Wahl. «Das Ergebnis zeigt, dass ihr hinter eurem Vorstand steht», freute sich der Vorsitzende. Die Solidarität der Narren zeigte sich für ihn auch daran, dass 46 der rund 350 Mitglieder gekommen waren.
Kein Unbekannter
Der neue Vizechef ist beim WCV kein Unbekannter. Manfred Wenzel ist seit 1. Januar 2003 Mitglied, engagiert sich schon lange im Bauausschuss und ist stellvertretender Kassierer. Dieses nunmehr vakante Amt konnte am Freitagabend nicht besetzt werden, bleibt also bis zur nächsten Jahreshauptversammlung unbesetzt, wie Horst Hopfengärtner sagte. Die Arbeitsaufteilung sei noch offen, erklärten beide Vorsitzenden übereinstimmend. Bis dato hat der zweite Mann die administrativen Aufgaben übernommen. «Kann sein, dass es so bleibt», so Wenzel. Das werde im Vorstand geklärt.
Wenzel sagte nach seiner Wahl: «Das Leben ist manchmal so. Es gibt Dinge, die passieren, und auf die muss man reagieren.» Das habe er getan, indem er jetzt Verantwortung übernehme. Die Limes-Krätscher hätten viele tolle Angebote und engagierte Mitglieder, so dass sich der Einsatz lohne. Nachdem die Karnevalisten die Vorstandswahl in trockenen Tüchern hatten, konnten sie wieder ans Feiern denken. Horst Hopfengärtner lud zur «Aktivenfeier», am kommenden Samstag von 17.30 Uhr an, ein. Essen und Trinken gebe es in der «Villa Hoppe Casa», Köpperner Straße 54.
Ganz ohne an die nächste Kampagne zu denken, ging die Sitzung jedoch nicht über die Bühne. 2011 soll’s in der Narrhalla zugehen wie auf dem Münchner Oktoberfest. Das Motto «Wehrheimer Wies’n» verspricht eine zünftig-bayerische fünfte Jahreszeit. Die ist 2011 besonders lang, und das nehmen die Narren im Usinger Land zum Anlass, gemeinsam außer Rand und Band zu sein.
Fastnachter aus Hundstadt, Kransberg, Merzhausen, Usingen und Wehrheim laden für 15. Januar 2011 zu einer «Ringsitzung» ein. Jeder Verein wird sich mit drei Beiträgen beteiligen. «Wir möchten zeigen, dass wir auch gemeinsam feiern können.» Zu «99 Prozent» seien die Planungen gesichert.
TZ 20.07.2010
Manfred Wenzel ist der neue Vize
Vorstand der „Limeskrätscher“ wieder komplett
(rm). Der Carnevalverein „Die Limeskrätscher“ hat mit Manfred Wenzel wieder einen zweiten Vorsitzenden.
Nachdem im Frühjahr bei der Jahreshauptversammlung der gewählte zweite Vorsitzende Jürgen Bartels die Wahl aufgrund von zwölf Gegenstimmen nicht angenommen hatte, musste der Vorsitzende Horst Hopfengärtner eine außerordentliche Mitgliederversammlung ins Bürgerhaus einberufen. Viele Vereinsmitglieder waren trotz der heißen Temperaturen der Einladung gefolgt. Dies zeige ihm, das ein „Rieseninteresse an dem Verein besteht“, so Hopfengärtner.
Die Wahl eines zweiten Vorsitzenden war erforderlich, da dies im Vereinsrecht nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch so geregelt ist. Danach sind der erste und zweite Vorsitzende nach außen hin die einzigen Vertretungsberechtigten.
Der Vorstand hatte sich Gedanken gemacht, wer für dieses Amt infrage kommen könnte und schlug Manfred Wenzel vor. Der gebürtige Schwabe ist seit 2003 im Verein und war neben Harald Stenger zweiter Kassierer und Chef des Bauausschusses. Wenzel findet es toll, wie sich der Carnevalverein engagiert und dass er aus dem öffentlichen Leben von Wehrheim nicht mehr wegzudenken sei. Allerdings habe die Bewerbung für das Amt des zweiten Vorsitzenden nicht auf seinem Weihnachtswunschzettel gestanden. Nun hätten sich aber die Verhältnisse geändert und so sei er gerne bereit, zu kandidieren. Weitere Kandidaten wurden aus den Reihen der Mitglieder nicht genannt und so wurde Manfred Wenzel in geheimer Wahl gewählt. Von 46 stimmberechtigten Mitgliedern stimmten 42 für Manfred Wenzel.
Viel Beifall gab es für das sehr gute Wahlergebnis und der neue zweite Mann bedankte sich für das Vertrauen. Manfred Wenzel wurde für zwei Amtsjahre gewählt. Der frei gewordene Posten des zweiten Kassierers konnte nicht neu besetzt werden und bleibt bis zur Wahl bei der nächsten Jahreshauptversammlung des Vereins vakant. Sollte Harald Stenger ausfallen, wird der von einem anderen Mitglied des Vorstands vertreten.
Gemeinsame Sitzung
Weitere Themen an diesem Abend waren die Feier der Aktiven am nächsten Samstag in der Köpperner Straße auf dem Anwesen von Horst Hopfengärtner und die kommende Saison. Mit den Karnevalvereinen aus Usingen, Merzhausen, Hundstadt und Kransberg sei besprochen worden, am 15. Januar 2011 eine „Ringsitzung“ in der Usinger Stadthalle zu veranstalten, wie Horst Hopfengärtner berichtete. Bei dieser Sitzung soll es drei Beiträge pro teilnehmenden Verein geben. Dabei sei an eine bunte Mischung aus Gesang und Büttenreden gedacht. Nach dem Programm soll es eine große Party geben. Das Hauptziel der Aktion sei das gemeinsame Feiern der fünf Karnevalvereine, so Hopfengärtner. Einen Elferrat werde es bei dieser Veranstaltung nicht geben und es sei auch nicht geplant, die Sitzung jährlich zu veranstalten.
Das Motto für die nächste Kampagne steht auch schon fest. Es lautet „Wehrheimer Wies`n“ in Anlehnung an das Münchner Oktoberfest.
UA 19.07.2010
UA 29.03.2010
Narren suchen Vize - Stellvertretender Vorsitzender gibt nach Wahlschlappe auf
Einer fehlt: Der Vorstand der Limes-Krätscher sucht einen
stellvertretenden Vorsitzenden. Foto: Seibt Von Tatjana Seibt
Wenn’s bei den
Narren närrisch zugeht, ist das nicht immer ein Grund zum Lachen –
wie sich bei der Hauptversammlung der Limes-Krätscher zeigte.
Wehrheim. Damit hatte keiner
gerechnet: Bei der Jahreshauptversammlung des Wehrheimer
Carneval-Vereins(WCV) Limes-Krätscher am Freitagabend im Bürgerhaus
wurde der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Bartels abgewatscht
und demontiert. Sowohl Vorsitzender Horst Hopfengärtner als auch
Bartels selbst zeigten sich enttäuscht. «Ihr wisst gar nicht, wie
viel Arbeit Jürgen Bartels geleistet hat. Für den Verein ist dieser
Wahlausgang ein großer Schaden», sagte Hopfengärtner.
Doch der Reihe nach. Nachdem der Vereinschef den obligatorischen
Jahresbericht abgeliefert hatte und auch Jugendwartin Nathaly Nöll
von den vielen gemeinsamen Aktivitäten berichtet hatte, gelangte die
Versammlung zum Punkt Wahlen. Als erstes stand die Wahl des
stellvertretenden Vorsitzenden, namentlich Jürgen Bartels, an. In
einer offenen Abstimmung gab es bei 41 Anwesenden vier Enthaltungen,
25 Ja und 12 Gegenstimmen. Für Bartels aber offenbar nicht genug des
Vertrauensbeweises, denn die Frage, ob er das Amt annehme,
beantwortete er nach einer Schrecksekunde mit Nein.
Aber niemand war spontan bereit, das Amt zu übernehmen. Sehr zum
Ärger einiger Mitglieder, die an dieser Stelle nun die
Zustimmungsverweigerer in der Pflicht sahen. «Es sollte vielleicht
nur ein Denkzettel sein», kam eine Stimme aus den Reihen derer, die
kurz zuvor gegen den Vize gestimmt hatten. Und den Vorschlag, ob man
vielleicht noch einmal miteinander reden könne, ließ Bartels erst
einmal unkommentiert.
Im Gespräch mit der TZ sprach Bartels von einer Enttäuschung, denn
er habe vermutet, dass die Querelen, die es zwischen ihm und
Mitgliedern gegeben habe, aus der Welt seien. Offenbar ein Irrtum.
«Die große Aufgabe wird nun sein, einen stellvertretenden
Vorsitzenden zu suchen», sagte Hopfengärtner. Die Position des Vize
ist also vakant, während Schatzmeister Harald Stenger, die
stellvertretende Schriftführerin Ellen Driesch, Jugendwartin Nathaly
Nöll, Beisitzerin Katharina Stenger und Zeugwartin Doris Müller in
ihren Ämtern bestätigt wurden.
Stenger stellte den Haushaltsplan für die neue Kampagne vor, in
dessen Ansatz 21 500 Euro stehen. Da man im vergangenen Jahr gut
gewirtschaftet hatte und etwa 2000 Euro weniger ausgegeben hatte als
angenommen, erteilten die Mitglieder bedenkenlos ihre Zustimmung.
Ebenfalls einstimmig war auch das Votum für die Beitragserhöhung,
die angesichts einer neu abzuschließenden Versicherung für den
Verein notwendig wird. Erhöht wird der Beitrag um zwei Euro pro
Jahr.
Den Anregungen aus der Kritiksitzung trägt der Vorstand Rechnung, in
dem es nun mehrmals im Jahr ein Rundschreiben mit Infos und Terminen
per Post geben soll.
TZ 29.03.2010
Einfach anziehend, diese Fastnacht – und das seit Jahrzehnten

Foto: Mai
Von Gerrit Mai
Die Gemeinde hat kürzlich Doris
Müller und Manfred Haag für ihre langjährige Arbeit bei den
Limes-Krätschern ausgezeichnet. Sie sind beide seit mehreren
Jahrzehnten für ihren WCV im Einsatz – und haben vielfältige
Aufgaben.
Wehrheim. Wenn es ein Haus im
Apfeldorf gibt, in dem der Fasching zu Hause ist, dann ist es das
von Doris Müller in der Hauptstraße. Im oberen Stockwerk lagern in
großen Kisten und Taschen die Erinnerungen – Fotos aus den 60er
Jahren bis heute. Im Schrank daneben hängen die Uniformen des
Vorstands. Im ehemaligen Schweinestall im Hof hängen Anzüge mit der
amerikanischen Flagge, Federboas, und ein riesiger Gummischuh liegt
verstaubt in der Ecke. «Man weiß nie, wofür man den noch mal
brauchen kann.»
Doris Müller, von Freunden liebevoll «Dodo» genannt, ist die
Zeugwartin des Wehrheimer Carneval-Vereins Limes-Krätscher, und
gleich neben dem ehemaligen Stall haben die Krätscher mit ihrer
uneigennützigen Unterstützung vor einigen Jahren einen Anbau
errichtet, in dem weitere Schränke und Kleiderständer stehen. Hier
finden sich Chinesen- und Matrosenkostüm, Hexen, Charleston-Kleider,
Hüte und jede Menge blau-gelbe Gardeuniformen, meist unter
Schutzfolie. Die Zeugwartin ist zum Teil auch fürs Reinigen und
Bügeln zuständig.
Die 63-Jährige macht keine großen Worte darum, dass sie immer für
die Limes-Krätscher da ist. Bei der Bürgerehrung wurde sie für ihren
40-jährigen Einsatz ausgezeichnet. Begonnen hatte ihre Schwäche für
die Fastnachter aber schon Anfang der 60er Jahre, als ihre
Kinderturngruppe bei einer Fremdensitzung im Gasthaus Zum Taunus
getanzt hat. Veranstalter der ersten Sitzungen waren die Fußballer.
Einer von ihnen war ihr späterer Ehemann, der 2003 verstorbene,
langjährige Vorsitzende und Mitbegründer der Limes-Krätscher, Bernd
Müller.
Spätestens dann war klar, dass die Narretei das Thema der Müllers
ist. Auch die Kinder Annette und Christoph standen in der Bütt und
waren im Elferrat. «Ich mache es jetzt weiter, das ist mir wichtig.»
Nach wie vor sind Haus und Hof, der «Goldene Hahn», nicht nur am
Weihnachtsmarkt beliebter Treffpunkt. Woher der Name kommt? «Noch
von meinem Vater.» Er war Mitglied der Geflügelzüchter, und in die
Hauptstraße sind alle gerne gekommen.
Dodo Müller war lange im Elferrat, bestückt seit kaum zu zählenden
Jahren die Tombola der Sitzungen, schminkt das Männerballett, war
früher auch für die Kostüme zuständig und bewirtet die Narren beim
Umzug mit Schmalzbrot und Glühwein – ist ein meist unsichtbarer,
guter Geist, Mädchen für alles. Herr des Gardetanzes
Dem steht Manfred Haag kaum nach. Er ist seit 1968 dabei und
ebenfalls ein Urgestein der Wehrheimer Fastnacht. Auch ihn hat die
Gemeinde geehrt. Für 30 Jahre Gardetanz bei den Männern. Vom Verein
bekam er bereits die höchste Auszeichnung, das Goldene Vlies. Er
erinnert sich noch genau an die Gründung und den ersten Auftritt des
Männerballetts.
Am 3. Oktober 1977 gründeten acht Fußballer die Tanzgruppe, und an
Fasching 1978 war der erste Auftritt. «Wir kamen in Hemd und kurzem
Röckchen mit dem Lied ,Ja, mir san mim Radl da‘ auf die Bühne.» In
den mehr als 30 Jahren seien Anspruch und die Qualität des Balletts
stets gewachsen, sagt der 63-Jährige stolz. Die Männer wechseln
heute während ihres Auftritts mehrfach die Rollen, tanzen neue
Choreographien. Sie sind immer wieder ein Knaller, und auch wenn
Manfred Haag seit einiger Zeit nicht mehr mittanzt – er ist mit
seiner Truppe noch stark verbunden und immer dabei, wenn sich die
Jungs treffen.
Etwa beim traditionellen Adventskaffee bei Doris Müller oder bei der
Weihnachtsfeier, die immer am Gründonnerstag stattfindet. Die
Erklärung für diesen Termin: «Um die Weihnachtszeit haben wir keine
Zeit, da müssen wir uns auf Fasching vorbereiten.»
Auch am heutigen Freitag haben die Limes-Krätscher einen Termin:
Ihre Jahreshauptversammlung beginnt um 20 Uhr im Bürgerhaus.
TZ 26.03.2010
Die Störer vom Samstag sind allen ein
Dorn im Auge
Traditionelle Kritiksitzung der Limeskrätscher nach Abschluss der Kampagne
(rm). Wenn die Limeskrätscher traditionell nach der Kampagne zu ihrer
Kritiksitzung einladen, stehen positive und konstruktive Vorschläge zur
Verbesserung an erster Stelle, wie der erste Vorsitzende Horst Hopfengärtner und
Sitzungspräsident Manfred Seng betonten. Anschließend würden die Punkte in einer
Vorstandssitzung eingehend besprochen.
Das größte Problem in diesem Jahr waren die Störer bei der dritten großen
Sitzung im Bürgerhaus, die trotz des Einwirkens von Seng nicht zur Ruhe gebracht
werden konnten. Hier wird überlegt, ob ein Ordnungsdienst Sinn macht. Leider
habe sich das Publikum in den letzten Jahren geändert. Viele würden nicht mehr
wegen des Programms kommen, sondern um Freunde zu treffen. Störend sei aber auch
die Bedienung während der Veranstaltung an den Tischen und das helle Licht im
Saal, wie einige Mitglieder und Aktive zu Denken gaben. Hier müsse gemeinsam mit
dem Bürgerhauswirt über Alternativen nachgedacht werden. Damit der Saal
einladend und bunt aussieht kam, sollte er schön geschmückt sein, so der Wunsch
von Steffi Schaal. Allerdings seien hier aufgrund der baulichen Voraussetzungen
nur leichte Materialien möglich. Damit könne sich dann ein Dekorationsausschuss
beschäftigen. Als sehr positiv wurde in diesem Jahr die Zusammenarbeit der
Gruppen der Limeskrätscher untereinander bewertet. "Die Stimmung hinter den
Kulissen war sehr gut und wir haben im Gegensatz zu früheren Jahren sehr gut
miteinander gearbeitet", wie Alexandra Best betonte. Gut war auch die Lösung für
den Kartenvorverkauf der Mitglieder. Hier seien im Vorfeld mit Ausnahme der
Kartenreservierungen für die befreundeten Vereine, keinerlei Reservierungen
vorgenommen worden, was zu einer deutlichen Entspannung der Lage beigetragen
haben, wie der erste Vorsitzende berichtete. Nicht ganz so entspannt ist die
Situation, was die Beiträge für die Kräppelzeitzung angeht. Denn hier werden
immer Beiträge und Anregungen gesucht, wobei es allerdings viel Feingefühls
bedürfe, damit dort keine persönliche Abrechnungen erfolgen. "Hier ist es
wichtig, dass sich eine Breite in der Bevölkerung des Ortes interessiert und
auch Berichte schreibt", so Stefan Velte, mitverantwortlich für die
Kräppelzeitung. Hier wurde die Anregung aufgenommen, im Vorfeld ein Schreiben
aufzusetzen und dies über die Mitglieder hinaus zu verteilen. Per Mail sollte
dann mit einer Empfangsbestätigung gearbeitet werden. Ein weiteres Thema war die
Situation der Raucher, die immer im Kalten stehen müssten, während der
Sitzungen. Auch dies ist ein Thema, das mit dem Bürgerhauswirt besprochen werden
muss. Hier stellte sich die Frage nach Pavillons oder Heizpilzen.
Der Weiberfasching war in diesem Jahr nicht so gut besucht, was sich natürlich
auch auf den Umsatz ausgewirkt habe, wie Ellen Driesch berichtete. Viele Leute
hätten kurz vorbei geschaut und seien dann auf die nächste Veranstaltung weiter
gezogen. Im kommenden Jahr soll es ein Programm geben. Was den Umzug angeht, so
stelle sich hier immer wieder die Frage, wie die Fußgruppen kenntlich gemacht
werden können, denn bei einigen könne man nur raten, wer sie sind. Leider seien
Schilder, die in der Vergangenheit von Kindern gegen Entgelt getragen worden
seien, dann irgendwo auf den Straßen gefunden worden, wie der zweite Vorsitzende
Jürgen Bartels erwähnte. Als sehr positiv wurden die zwei Moderationsstellen am
Rathaus und in der Wehrheimer Mitte empfunden. Drei Punkte wären optimal.
Allerdings werden hier noch Personen gesucht, die in der Lage sind, den Umzug zu
kommentieren. "Denn mir ging immer mehr die Luft aus", so Manfred Seng, der an
beiden Stellen nacheinander aktiv das Zuggeschehen den Narren am Straßenrand
näher brachte und kräftig Stimmung machte.
UA 23.02.2010
Krätscher nehmen die Kritik an
Narren wollen Anregungen in der nächsten Kampagne umsetzen
Ab jetzt gibt’s nur noch Wasser zu trinken. Manfred Seng (links) und Horst
Hopfengärtner sind sichtlich froh, dass die Faschingskampagne gut gelaufen ist.
Konstruktive Kritik ist ihrer Meinung nach wichtig, um Fehler nicht zu
wiederholen.
Nach der öffentlichen Kritiksitzung ist der Narrenvorstand jetzt aufgefordert,
Anregungen zu besprechen und – wenn möglich – umzusetzen. Am Samstag gab es zwar
einiges zu mäkeln, aber auch Lob und konstruktive Anstöße.
Wehrheim. Problem erkannt – Problem gebannt. Nicht immer ist das so einfach.
Beim Kartenvorverkauf für die Fremdensitzungen der Limes-Krätscher scheint es
gelungen zu sein. Im vergangenen Jahr hatte es lange Gesichter und Ärger
gegeben, weil selbst Mitglieder, die in der Warteschlange an erster Stelle
gestanden hatten, die besten Plätze bereits ausverkauft vorgefunden hatten. Der
Vorstand hatte den Reservierungen vor dem Verkauf daraufhin einen Riegel
vorgeschoben. «In diesem Jahren waren die, die sich beschwert hatten, völlig
perplex, als sie die volle Auswahl hatten.»
Bei der Kritiksitzung kommen solche Probleme auf den Tisch, werden im Protokoll
festgehalten und der Vorstand sucht nach Lösungen. Bis zur nächsten Kampagne
wird er sich auch damit beschäftigen müssen, wie er einen störungsfreien Ablauf
und eine gleiche Qualität aller drei Sitzungen gewährleisten kann. Hatte es doch
bei den Besuchern der ersten Sitzung Ärger verursacht, dass ihnen gleich zwei
Büttenreden, die zudem Höhepunkte der weiteren Sitzungen waren, vorenthalten
wurden. «Das wird nie wieder passieren», versprachen Sitzungspräsident Manfred
Seng und Vorsitzender Horst Hopfengärtner.
Diese zusätzlichen Auftritte seien «aus der Not geboren». Zum einen hätten
kurzfristig mehrere Büttenredner abgesagt, zum anderen hätten die beiden
Vortragenden bei der ersten Sitzung keine Zeit gehabt. «In Zukunft werden wir
uns wieder an unser Prinzip halten, Auftritte entweder an allen drei Sitzungen
oder gar nicht.»
Unruhe macht Ärger
Ein weiteres Problem – die Unruhe in der Narhalla, besonders bei der dritten
Sitzung – muss ebenfalls gelöst werden. Ob durch Vor-die-Tür-Setzen der
störenden Personen nach zwei oder drei Mahnungen, einen auf bestimmte Zeiten
reduzierten Bedienservice, eine Pause, einen Ordnungsdienst, oder alles
zusammen, soll bis zur nächsten Kampagne geklärt sein.
Möglicherweise könne eine Verdunklung des Saales und damit Ausrichtung des Fokus
auf die Darsteller auf der Bühne eine Verbesserung bringen, meinten einige
Mitglieder. Schön wäre auch eine närrische Saaldekoration, doch dafür müssen
sich erst Freiwillige finden.
Der Weiberfasching hätte ein paar Gäste mehr vertragen können, erklärte
Organisatorin Ellen Driesch.
Die Kreppelzeitung sei zwar auch in diesem Jahr pünktlich erschienen, habe sich
aber wieder einmal als «Klimmzug» erwiesen, der kaum zu stemmen war, berichtete
der Narrenchef. «Wir brauchen die Beteiligung der Bürger». Jeder, der etwas
ungewöhnliches erlebt oder besondere Fotos geschossen habe, solle diese bei
Stefan Velte einreichen, so die Aufforderung. In der närrischen Gazette würden
jedoch keine Abrechnungen von Streitigkeiten veröffentlicht. Als Verbesserung
ist geplant, dass im Sommer Formulare verschickt werden, auf denen kuriose
Erlebnisse notiert werden können.
Beim närrischen Lindwurm wird es ebenfalls Veränderungen geben. Nicht nur, dass
der Rathauschef von seiner neuen Heimat in der Mitte abgeführt werden muss und
sich damit wohl die Schwerpunkte verschieben. Nach dem Wunsch von Manfred Seng
sollen drei Moderatoren an unterschiedlichen Plätzen den Umzug kommentieren.
Ansonsten gab es am Samstag nicht viel zu mäkeln oder, um im Jargon des
Wehrheimer Carneval- Vereins zu bleiben, zu «krätschen». Die Jubiläumskampagne
mit einer kurzweiligen akademischen Feier und einer außergewöhnlichen
Eröffnungssitzung sei eine erfolgreiche gewesen, sagte Hopfengärtner. Die
Harmonie zwischen den einzelnen Gruppen wie Garden, Äpple-Boys oder
Männerballett wurde als lobenswert hervorgehoben. Auch die gemeinsamen Auftritte
bei den Sitzungen hätten dem Publikum gefallen. «Weiter so», war die
Aufforderung.
TZ 22.02.2010
Kampagne sauber beendet
Limes-Krätscher waschen Geldbörsen aus und danken ihren Helfern
Von Gerrit Mai
Die Limes-Krätscher packen ihre Kappen und Kostüme ein und verabschieden die
Fastnacht mit trauriger Miene. Beim Heringsessen wurde deutlich, wie viele
Helfer zum Gelingen der Kampagne beigetragen haben. Natürlich gab’s für sie ein
Dankeschön.
Wehrheim. Die Bühne lag im Dunkeln, nur Dick und Doof schauten mit ihren
überlebensgroßen Köpfen noch aus der Kulisse – mit roter Nase und Narrenkappe.
Der Vorhang hatte sich am Mittwochabend zum letzten Mal geöffnet, aber die
Plätze des Limes-Krätscher-Elferrats blieben leer.
Sitzungspräsident Manfred Seng musste den Einzugsmarsch selbst singen, um die
Narren zu begrüßen und die letzten Hausorden zu verteilen. Und zwar an Helfer,
«die uns hier oben die Bühne bereitet und unsere Schau erst möglich gemacht
haben», wie Seng lobte. Es sei eine kurze, aber ebenso harte wie erfolgreiche
Kampagne gewesen. Auch wenn ihn Störenfriede bei der zweiten Samstagssitzung
ziemlich verärgert hätten.
Die Altenheimtour, bei der die Limes-Krätscher närrische Stimmung zu Senioren in
Köppern, Bad Homburg, Neu-Anspach und Wehrheim gebracht hatten, sei so etwas wie
der heimliche Höhepunkt der Faschingszeit gewesen. «Das Strahlen in den Augen
der alten Menschen entschädigt für Vieles», sagte auch Vorsitzender Horst
Hopfengärtner.
Deshalb gab es für die Fahrer Achim Moos und Michael Plischka sowie die
Teilnehmer dieses Tages, die «Ausrangierte» mit Gabi Backmeister, Ellen Driesch,
Angela Haag, Simone Moos, Kerstin Simon, Petra Stark und Claudia Velte,
ebenfalls Hausorden. Auch das Showballett – Martina Bank, Alexandra Best,
Babette Dollinger-Herbst, Jörg Dollinger, Rainer Ettling und Nadine Kampe –
freute sich über das bunt-glänzende Metall auf der Brust.
Horst Hopfengärtner und Manfred Seng verteilten Orden zudem an André Eichorn und
Karlheinz Lüdtke für die Beleuchtung, an Stefani und Jens Horn, die für den
guten Ton gesorgt hatten, sowie an Bühnenmeister Christoph Conrad, Mundschenk
Günther Neureither, Bürgerhauswirt Jimmy Rashid und Hausmeister Klaus
Hopfengärtner.
Anne Weis und Wolfgang Röske hatten beim Weiberfasching für Stimmung gesorgt,
und der Bauausschuss mit Markus Brötz, Walter Mayer, Rudi Offenbach, Sören
Reichelt und Manfred Wenzel so manches Brett angenagelt. Jürgen Bartels hatte
sich die Auszeichnung für die minutengenaue Regie bei den Fremdensitzungen
ebenso verdient wie Kassierer Harald Stenger. Allerdings war Stengers verletztes
Knie noch nicht so weit wieder hergestellt, dass er ihn selbst entgegennehmen
konnte. Klar, dass auch Manfred Seng, der Mann, der sie bei den Sitzungen mehr
als 100 Orden verteilt hatte, nicht leer ausging.
Als der Fürst Bismarck auf den Tisch kam, war klar, dass diese Kampagne
endgültig vorbei ist. Der Korn ist so selbstverständlich wie der Trauerzug und
das Geldbörsen-Auswaschen am Helmut-Michel-Brunnen vor dem Bürgerhaus.
Auch wenn Horst Hopfengärtner bedauerte: «Meine Mütze und der Rock, alles fort
mitsamt de Glock’», blickten die Narren schnell wieder nach vorn. Er hatte
nachgezählt: «Es sind noch 272 Tage bis zum 11.11.» Wer konstruktive Kritik an
den Limes-Krätscher-Veranstaltungen äußern möchte, sollte am morgigen Samstag
zur Kritiksitzung ins Bürgerhaus kommen. Beginn: 14 Uhr.
TZ 19.02.2010
Narren zwingen abgesetzten Bürgermeister
zum Feiern
Wehrheim, was nun? Limeskrätscher stürmten Rathaus und setzten Rathauschef ab
(rm). Da hat die Verwaltung mal kurz nicht aufgepasst und schon haben die Narren
am gestrigen Rosenmontag das Rathaus erobert und die Amtsgeschäfte übernommen.
Als erstes gab der Vorsitzende Horst Hopfengärtner den Mitarbeitern der Gemeinde
frei und dann wurde überlegt, wozu der Konferenzraum dienen könnte.
Als Clubraum für den Verein und als Übungsraum für die "Pissebachspatze", wurde
vogerschlagen. "Übungszeit ist sonntags, wenn die Leute zur Kirche gehen, bei
geöffnetem Fenster", konkretisierte "Möppi" Seng. Und damit die Limeskrätscher
auch gut gerüstet sind für die wichtigen Aufgaben in der Gemeinde wurde deftig
aufgetischt: Fleischwurst und Landjäger und natürlich Sekt, Sekt, Sekt... Da kam
Stimmung auf. "Wehrheim Helau, Limeskrätscher Helau, Gregor Sommer Helau!",
ertönte es durch das ehrwürdige Rathaus. Auch über ein Geschenk durfte sich der
entmachtete Rathauschef freuen. Er bekam ein Päckchen Zündhölzer für die
Rauchschwalben geschenkt."
Den Limeskrätschern indes wird es nicht kalt, denn bis Aschermittwoch haben sie
noch ein gutes Programm zu absolvieren. Heute steht die Altenheimtour an und ein
Besuch im Autohaus Höck zum Faschingsempfang des Usinger Anzeigers.
UA 16.02.2010
Wehrheims Schönste als Schafe getarnt
Einmal mehr herrschte super Stimmung in Wehrheims Straßen
(rm). "Das ist so ein schöner Tag", ertönte es auf dem Wehrheimer
Faschingsumzug. Lugte anfangs noch die Sonne heraus, als der närrische Lindwurm
von der Goethestraße in die Bahnhofstraße einbog, so kamen die ersten Flocken,
als der Bürgermeister aus dem Rathaus abgeführt wurde und die Limeskrätscher die
Gemeindekasse an sich nahmen. Bis dahin brachten 31 Zugnummern eine super
Stimmung in die Straßen und Gassen.
Schweizer und Schwarzwälder Guggemusik faszinierte die kleinen und großen
Fastnachter am Straßenrand mit wilden Masken und Trommelklängen. Die
Hirtenhof-Mafia kam ganz in schwarz und mit Pferden daher. Als Schlafmützen
präsentierte sich die Faschingsdienstagsgruppe aus Obernhain mit einem Wagen.
"Wehrheim de Luxe", wie Obernhain auch gerne genannt wird, hat aber mehr zu
bieten. Freche Früchtchen zum Beispiel, wie die Erzieherinnen des Kindergartens.
Drei Hoheiten und zwei Faschingsprinzen gaben sich im Zug und auf dem
Rathausplatz ein Stelldichein. Die Apfelblütenkönigin Katharina I. freute sich
über die Begeisterung am Straßenrand. Die Worschtprinzessin Angela I. (Angela
Haag) ließ sich im Auto chauffieren, zu Fuß begleitet von den Ausrangierten der
Limeskrätscher. Und die Handkäs´-Queen aus Bernem, Susanne Odenweller, feierte
am Rathaus.
Dort, wo es Glühwein zum Aufwärmen gab, empfing Sitzungspräsident Möppi
(Manfred) Seng die Zugnummern und unterhielt die Gäste. "Ich singe jetzt und ihr
singt mit", gab er das Zeichen. "Die Hände zum Himmel" sangen die Jecken und
freuten sich über den Wagen des Kransberger Narren Clubs mit Prinz Edi an der
Spitze und über die Usinger Carneval Freunde, die den guten alten Zeiten
huldigten und einen grell-grünen VW Käfer auf ihrem Wagen präsentierten.
Geballte Frauenpower brachten die Garden der Limeskrätscher auf die Straße. In
ihren Gardekostümen im Gleichschritt und immer mit einem lächelnden Gesicht
trotzten sie der Kälte. Und wo gibt es starke Männer? In Pfaffenwiesbach
natürlich. "Fruzy und die starken Männer" der TSG-Fußballer zeigten als
Wickinger mit dem Wagen, dass sie nicht nur gut kicken können. Hoch hinaus
wollen die Äpple Boys. Sie hatten die Freiheitsstatue auf ihrem Wagen platziert.
Die Damen vom Elferrat, "die schönsten Frauen von Wehrheim", wie Möppi Seng
betonte, hatten sich als Schafe getarnt, bevor es Bürgermeister Gregor Sommer an
den Kragen ging. Gibt es im Pfaffenwiesbacher Wald wilde Tiere? Die Kinder vom
Waldkindergarten Wichtelland ließen es glatt vermuten. Die Bären, Papageien,
Tiger und Elefanten brachten den Charme ferner Länder ins Apfeldorf. Bad
Homburger Champagnerluft brachte Prinz Dirk I. aus Bad Homburg mit und die
Fußgruppe der Garde vom Carneval Club Rot-Weiß Steinbach aus dem Odenwald
verbreitete rot-weiße Eleganz.
Die Wiesbachtaler Musikanten auf dem Wagen und das Blasorchester der TSG
unterhielten das Narrenvolk mit flotten Klängen. Sister Act ist nichts gegen die
frivolen Nonnen des Wehrheimer Männerballetts. Sogar ein Kreuz hatten sie auf
ihrem Wagen angebracht.
Die Damen und Herren des Showballets hatten sich dagegen in silberne Gewänder
gehüllt und wunderschöne Augenmasken aufgesetzt, um so einen Hauch
venezianischen Karneval nach Wehrheim zu bringen. Auch die politische Prominenz
aus dem Umland hatte ihren Spaß am Wehrheimer Umzug. Kreisbeigeordneter Uwe
Kraft und Neu-Anspachs Bürgermeister Klaus Hoffmann litten mit Rathauschef
Sommer, der das Zepter aus der Hand geben musste. Und dann hieß es: "Wehrheim
Helau, Limeskrätscher Helau".
UA 15.02.2010
Wer ist wo beim Zug zu sehen? Morgen haben
die Narren den Ort im Griff
Von Gerrit Mai
Am morgigen Samstag wird der Wehrheimer Ortskern zum Mittelpunkt der Narretei.
Von 15 Uhr an zieht sich der närrische Lindwurm durch die Straßen und Gassen –
und verspricht viele Augenweiden.
Wehrheim. Im Apfeldorf werden am morgigen Samstag die Narren losgelassen und
toben lautstark, fröhlich und bunt durch die Gassen. Trotz vorhergesagter
eisiger Temperaturen versprechen die Organisatoren vom Carneval-Verein
Limes-Krätscher heiße Stimmung rund um das Rathaus und im Ortskern.
Um 15 Uhr startet der närrische Lindwurm am Bürgerhaus. 31 Fußgruppen und
fantasievoll geschmückte Wagen hat Zugmarschall Roland Schmidt auf seiner Liste
stehen. Der Zug wird vom Fahnenträger und dem Vorstandswagen angeführt, und eine
Besonderheit, die Guggemusik aus Basel, folgt den Offiziellen und den Aktiven
der Wehrheimer Fassenacht auf den Fersen. Die Mini-, Midi- und Maxi-Garde-Mädels
und das Showballett sind auch dabei. Sie werden ihre Beine schwingen – und das
nicht nur, um den Narren am Straßenrand zu gefallen, sondern um sich
warmzutanzen. Damit sie richtig loslegen können, gibt es Musik von den
Wiesbachtaler Musikanten, dem Blasorchester der TSG Wehrheim und dem Tanz- und
Musikcorps Ronneburg aus Frankfurt.
Der Waldkindergarten und die Turnfrauen sind für ihre fantasievollen Kostüme
bekannt, die Erzieherinnen der Kindertagesstätte Kleine Strolche und die
Faschingsdienstagsgruppe, beide aus Obernhain, sind ebenfalls mit von der
Partie. Auch das Männerballett, der Elferrat, die «Ausrangierte», Handball- und
Fußball-Spieler aus Wehrheim, Obernhain und Pfaffenwiesbach, das Rote Kreuz und
natürlich Apfelblütenkönigin Katharina I. dürfen nicht fehlen.
Es geben sich jedoch noch weitere Hoheiten die Ehre: Prinz Edi aus Kransberg mit
seinem Narrenclub und Königin Margret aus Merzhausen samt Hofstaat sowie die
Carneval-Freunde Usinger Land haben sich ebenso angesagt wie der mit den
Limes-Krätschern befreundete Carneval-Club aus Steinbach im Odenwald.
Vom Start am Bürgerhaus geht es über die Goethestraße vorbei am Kindergarten bis
zur Bahnhofstraße. An der Einmündung in die Hauptstraße werden wieder besonders
viele närrische Zaungäste erwartet. Am Samstag lassen Narren die unbelebte Mitte
noch links liegen, aber vielleicht ist sie ja schon im nächsten Jahr der tobende
Mittelpunkt der Wehrheimer Fassenacht. Wagen, die in die Dorfborngasse
einfahren, sollen aufpassen. Denn so manches hübsch dekorierte Fahrzeug musste
die Masten schon kappen, um durchs Stadttor zu passen.
Weiter geht’s über die Kreuzung in die Töpferstraße, am Alten Sportplatz vorbei,
über die Usinger Straße in die Vogelsangstraße und nach links in den
Bierhausweg. Vor dort aus zieht sich der närrische Lindwurm durch die
Schießmauer und die Pfaffenwiesbacher Straße, um vor dem Rathaus von Manfred
Seng, seines Zeichens Sitzungspräsident und närrischer Kommentator, empfangen zu
werden.
Damit ist die Narretei allerdings nicht beendet. Eine große Aufgabe steht noch
bevor: Die Gefangennahme von Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) und die
Machtübernahme samt Einkassieren des Gemeindesäckels. Vielleicht lassen sich die
Mitarbeiter im Rathaus ja mit Kräppeln und Sekt bestechen . . . Wenn alle
amtlichen Verpflichtungen erledigt sind und die Macht im Apfeldorf ganz in den
Händen der Jecken liegt, geht’s im Bürgerhaus erst richtig los. Dort wird
üblicherweise bis zum Abwinken gefeiert.
TZ 12.02.2010
Roberto Blanco brachte den Sommer in die
Narrhalla
Viele "Schalalala..."-Raketen wurden auf der ersten großen Fremdensitzung der "Limeskrätscher"
in den Narrenhimmel geschossen - Motto: 20er Jahre
(rm). "Schalalala..." - so klingt die neue Rakete bei der Wehrheimer Fastnacht
und sie ertönte sehr oft auf der ersten großen Fremdensitzung des
Carnevalvereins "Die Limeskrätscher" im Bürgerhaus. Mit einem fulminanten
Programm wurden die Narren im Saal belohnt, die Schnee und Eis nicht gescheut
hatten, denn drinnen ging es heiß her.
Die Bühne, Sitzungspräsident Möppi (Manfred) Seng im weißen Frack und der
Elferrat präsentierten sich elegant und glamourös im 20er Jahre-Stil. Etliche
Damen im Publikum hatten dies aufgegriffen und trugen kurze Kleidchen, Bubikopf
und Federboas.
Gleich zu Beginn zeigten die jungen Damen der Midi- und Maxi Garde mit einem
flotten Marsch ihr Können und wurden mit reichlich Beifall belohnt. Protokoller
Horst Hopfengärtner zog zu Beginn der Narrensitzung eine erste Bilanz: "Sagst du
die Wahrheit, wirst du als verrückt erklärt oder in Rente geschickt." Ob die
Räucherstäbchen der Gemeinde, die sich ein Hausverbot in der Obernhainer Halle
einhandelten, der Bühnenanbau am Bürgerhaus, die Wehrheimer Mitte oder die
Tartanbahn - der Protokoller hat zu allem was zu sagen. Vorschläge für die Mitte
und zukünftige Feste durften auch nicht fehlen. "Eh schön Bierkneip´ und e
Oldieband".
Hopfengärtner, der "Ritter Großmogul von Fernseh` und Schüssel" weiß, was die
Wehrheimer sich wünschen... Der Stolz des WCV, die Mini-Garde, tanzte im
Anschluss zu dem Song "All about us" von Michael Jackson und erntete viel
Applaus. Aus dem "tiefen Taunus" - aus Hundstadt - folgten zwei Jäger: Ingo
Wieth und Jörg Heimann plauderten über närrische Erlebnisse im Jagdclub. Dass
die Limeskrätscher hoch angesehen sind im närrischen Usinger Land ist nicht neu
und so machten sowohl die Merzhäuser Königin Margret mit ihrem Gefolge als auch
Prinz Edi vom Kransberger Narrenklub ihre Aufwartung. Hopfengärtner und Jürgen
Bartels, erster und zweiter Vorsitzender der Limeskrätscher, wurden mit Orden
geschmückt.
Sie sind jung, flott und lösen im Publikum Begeisterungsstürme aus - die Äpple
Boys, die in Arbeitsanzügen über die Bühne wirbelten. Die Appolonia (Franziska
Wagner) hatte sich in diesem Jahr der Wellness verschrieben. Sie fuhr mit dem
Airbus 400 nach Kreta und wunderte sich dort über das Wasserbett. "Ich hätt´
dann dadefür des Seepferdche mache müsse". Die Apollonia kann alles, sogar
Roller Blades fahren. "Ich fahr' auch mit dem Fahrrad bleed". Viel Applaus gab
es für die Frau, die sich immer wieder neu erfindet und mit ihren Auftritten den
Nerv der Zeit trifft.
"Wer hat mir die Rose auf den Hintern tätowiert?" fragten sich die vier jung
gebliebenen Musiker der Pissebachspatze, standesgemäß in knallbunte Hemden
gehüllt. Wer es war, blieb allerdings offen... Hierfür gab es die erste Rakete
des Abends. Getoppt wurde das von sportlich fitten Jungs und Mädels, die für
ihren Tanz mit Basketbällen zur Musik von "High School Musical" sogar zwei
Zugaben geben mussten und eine weitere Rakete einheimsten.
"Er ist der einzige Politiker, der die Gesinnung am Körper trägt: Gregor Sommer
zog die Narren als Roberto Blanco mit Hits aus den 70er Jahren in seinen Bann.
Über "Ein bisschen Spaß muss sein" oder "Ich will zurück nach Amarillo" freuten
sich nicht nur die bunt gekleideten Hippies im Publikum. Eine Schalalala-Rakete
war auch für ihn der laute Lohn für einen Auftritt der Extra-Klasse.
20 Jahre sind sie schon dabei, die Damen des Showballetts und sehen immer noch
aus wie 18, wie der charmante Herr im weißen Frack betonte. Mit lila Perücken,
Schirmen und schwarzen Kleidchen hatten sie sich ganz dem Motto "20er Jahre"
verschrieben und einen eleganten Tanz einstudiert. Aus Hundstadt und Bad Homburg
parlierten Fabian Seel als Elektriker und Bernd Straub als ein geplagter Ehemann
in der Bütt über ihre Sorgen und Nöte mit Stromkabeln und den Leiden der
Ehemänner.
Ob als Teufel, Engelchen oder Nonnen - das Männerballett ist das Beste was
Wehrheim jemals passieren konnte. Hier waren sich alle im Saal mit Möppi Seng
einig. "Sing halleluja", "I will follow him", "Ghostbusters" - bekannte Songs
und jede Menge Action gab es auf der Bühne. Zwei Raketen waren noch zu wenig für
diese grandiose Show. Zugabe - keine Frage! Auch zusammen mit den Damen der
Maxi-Garde machten fünf Herren des Männerballets eine gute Figur. Mit dem neuen
Trainer Volker Thönnes hatten sie passend zum Thema einen Charleston aufs
Parkett gelegt, wofür es reichlich Beifall gab.
Zum Abschluss der ersten großen Narrenschau heizte Simone Seng dem Publikum
nochmal richtig ein. Zu Liedern wie "Ich bau´ dir ein Schloss" und "Eine weiße
Rose" schwangen die Teilnehmer des Abends auf der Bühne das Tanzbein, bevor die
großen Polonaise durch den Saal zog. Für ihre Verdienste in den vergangenen zehn
Jahren wurden Katharina Stenger und Simone Seng mit der silbernen Flamme geehrt.
Addi Korn, der schon seit 20 Jahren im Männerballett tanzt, durfte die goldene
Flamme in Empfang nehmen.
UA 01.02.2010
Ausgezeichnetes Showprogramm . . .
. . . und viele tolle Narren in der Wehrheimer Bütt
Von Gerrit Mai
Die Narren traten bei ihrer ersten Sitzung am Samstag zwar nicht vor voll
besetztem Haus auf, aber die närrische Stimmung hätte besser nicht sein können.
Wehrheim. Das Narrenschiff der Limes-Krätscher kam um 21 Uhr zum ersten Mal so
richtig ins Schwanken. Das schafften die «Äpple Boys», sechs Wehrheimer Jungs.
Mit fast akrobatischem Können, gepaart mit einer großen Portion Narretei und
exzellenter Choreographie – von Cotton-Eye-Joe über den Ententanz bis zur
Kleinen Nachtmusik. Beim zweiten Auftritt bekamen sie Verstärkung von der
Midi-Garde. Zusammen präsentierten sie eine vortreffliche närrische Schau –
Ausschnitte aus dem High-School-Musical. Mit fetziger Musik haben also auch
junge Leute Spaß am Fasching.
Anzeige Ihre Generation war bei der ersten von drei Fremdensitzungen des
Wehrheimer Carneval-Vereins (WCV) stark vertreten. Die tolle Stimmung lag jedoch
weniger an den Narren in der Bütt als an dem ausgezeichneten Showprogramm. «Das
sind alles Eigengewächse», lobte Sitzungspräsident Manfred Seng stolz. Da durfte
Bürgermeister Gregor Sommer nicht fehlen. Er ist zwar Pfaffenwiesbacher, und die
bekamen auch ihr Fett weg, aber wenn er als Gesangsstar auf der Bühne steht,
sind alle Querelen vergessen. Diesmal kam der CDU-Mann passend zu seiner
politischen Gesinnung in Schwarz und trat als Roberto Blanco auf. Na klar, ein
bisschen Spaß muss sein, auch wenn ihm der schwarze Schweiß von der Stirn auf
den weißen Zettel in seiner Hand rann. Das kleine Blatt barg die Geheimnisse des
Liedtextes von «Amarillo».
Seine Choreographie war zwar eher bescheiden, aber die der Mini-, Midi- und
Maxi-Garde, des Show- und des Männerballetts waren Spitze. «Ihr werdet jedes
Jahr besser», lobte Seng. Er war in seinem Element – umgeben von elf
verführerischen Charleston-Mädels, immer den Ton angebend und am Ende riesig
stolz auf Ehefrau Simone, die es noch um Mitternacht schaffte, die Stimmung mit
ihrem Gesang weiter zu steigern. Die Maxi-Garde legte einen heißen Charleston
aufs Parkett und ließ dabei so manches Männerherz höher schlagen. Doch keine
Chance, sie hatten die Jungs vom Männerballett als Verstärkung dabei. Die Männer
hatten zuvor bereits «Himmel und Hölle» in Bewegung gebracht. Der
schaurig-schöne Teufel konnte noch so wild schauen, am Ende siegte das Gute –
elf Nonnen und der Rhythmus von Sister Act.
Der WCV feiert sein 22-jähriges Bestehen, und die Musikgruppe «Pissebachspatzen»
ist fast von Anfang an dabei. Die gestandenen Männer sind vom «Lückenfüller» zum
Stimmungsgaranten avanciert. «Heut’ ist so ein schöner Tag», sangen sie
lauthals. Da kamen Hoheiten wie Apfelblütenkönigin Katharina I., Prinz Edi aus
Kransberg, Narrenkönigin Margret und Prinz Sebastian aus Merzhausen, der gerne
auch Wehrheimer Prinz wäre, gerade recht. In der Bütt traten Ingo Wieth und Jörg
Heimann als «Jägermeister» auf und riefen statt Helau Waidmannsheil.
Fabian Seel ließ als Elektriker so manch’ schlüpfrige Zweideutigkeit vermuten,
als er von Dosen, Kabeln und Widerständen sprach, und Bernd Straub mimte einen
geplagten Ehemann. Die gibt es überall, aber nur in Wehrheim gibt es eine
Appolonia, die bürgerlich Franziska Wagner heißt und die Narren begeisterte. Sie
wollte nach «Wellness» reisen, war dann aber «in Kürze» gelandet. Der Saal
tobte. Wie schon beim Protokoller Horst Hopfengärtner. Er schnitt heikle
Apfeldorf-Themen wie die fehlende – weil zu teure Rampe – am Bürgerhaus-Anbau
oder die Sanierung am Oberloh an: «Hier in Wehrheim tobt der Wahn, mir bekomme e
Tartanbahn.» Auch die «Gebühren-Affäre» stellte er als Anwalt des kleines
Mannes, der «eh alles bezahlt», an den Pranger: «2800 Euro ist der Verlust, und
die Kosten fürs Verfahren haben schon das Zehnfache verschlungen.»
TZ 01.02.2010
Schlechte Stimmung bei den Fastnachtern
Von Ursula Konder
Wehrheim. Die Limeskrätscher blickten am Wochenende nicht nur auf ein
erfolgreiches Jahr zurück. Vielmehr steht im kommenden Jahr das Jubiläum zwei
mal elf Jahre ins Haus. Das soll groß gefeiert werden, und in diesem
Zusammenhang sollten die Mitglieder denn auch eine Budgeterhöhung um 10 000 Euro
abnicken. Das schaffte allerdings einigen Unmut, denn der Vorstand wollte nicht
so recht rausrücken, für was das Geld genau gebraucht wird.
Die Stimmung war nicht unbedingt die, die der Betrachter von einem
Karnevalverein erwartet. Der Ton, der seitens der Jugendlichen wie auch seitens
des Vorstand angeschlagen wurde, hatte einen teilweise aggressiven Klang. Für
die kommenden Kampagne stehen wie immer 20 000 Euro zur Verfügung, für 10 000
Euro mehr sollte die Versammlung ihre Zustimmung geben. Vor allem die
Jugendlichen wollten wissen, für was das Geld gebraucht werde. Vorsitzender
Horst Hopfengärtner tat sich schwer mit der Antwort. Zwar erklärte er, dass für
Jubiläumsorden rund 3000 Euro gebracht würden, aber Details wollte er «noch
nicht preisgeben». Nach mehreren Nachfragen ließ er dann wissen, dass es eine
akademische Feier geben wird. Doch wie die aussehen würde, ließ er ebenso offen.
«Wir wollen jetzt noch nichts verraten, ihr sollt uns lediglich die Zustimmung
für die 10 000 Euro geben», erklärte Hopfengärtner. Was dem Großteil der
Mitglieder nicht als Antwort genügte. Die wollten nicht einsehen, dass so viel
Geld für eine akademische Feier ausgegeben werde. Die Garden müssten stets mit
wenig Geld für ihre Kostüme auskommen, hieß es und die Frage folgte: Gibt es
mehr Geld im Jubiläumsjahr für uns? Hopfengärtner betonte immer wieder, dass das
Geld nicht nur für diese Feier bestimmt sei. «Eine genaue Aufstellung ist zu
detailliert, und außerdem brauchen wir das nicht aufzuschlüsseln», erklärte der
Kassenwart Harald Stenger. «Wenn ihr so wenig Vertrauen in den Vorstand habt,
dann seid ihr hier verkehrt», sagte Ellen Triesch aufgebracht.
Erst nach einer halbstündigen Diskussion, in der die Beteiligten ganz
offensichtlich aneinandervorbeiredeten und in der der Ton immer schärfer wurde,
legte der Vorstand – offensichtlich allerdings nur ungern – die Karten auf den
Tisch. Neben den Jubiläumsorden werde es auch ein Jubiläumsbühnenbild geben (500
Euro), die Sitzung im November solle ebenfalls pompöser ausfallen. 1500 Euro
sind für die akademische Feier eingeplant, «und der Rest wird an die einzelnen
Gruppen verteilt», ließ Hopfengärtner die Katze aus dem Sack. Genau dies hatten
die jungen Leute wissen wollen. «Das hätte man doch gleich sagen können», hieß
es aus den Reihen der Mitglieder. Die waren mit dieser Antwort zufrieden und
nickten die Budgeterhöhung um 10 000 auf 30 000 Euro ab.
Die Wahlen brachten nichts Neues: Horst Hopfengärtner wurde (bei 4 Neinstimmen,
1 Enthaltung) als Vorsitzender bestätigt. Zweiter Schatzmeister Manfred Wenzel
bleibt (bei einer Gegenstimme) ebenso im Amt wie der Erste Schriftführer Roland
Schmidt (drei Neinstimmen), der Zweite Jugendwart Manolya Vatandas (zwei Nein),
und die beiden Besitzer Manfred Seng und Willi Allendörfer.
TZ 30.03.2009
Närrisches Jubiläum: Zwei Mal elf Jahre
Carnevalverein Die Limeskrätscher hat viel vor
WEHRHEIM (rm). 333 Mitglieder und in diesem Jahr der 22. Geburtstag. Über solche
Zahlen kann sich der Carnevalverein die Limeskrätscher WCV 1987 freuen, wie bei
der Jahreshauptversammlung deutlich wurde. Allerdings bringen diese Zahlen auch
Verpflichtungen mit sich, denn der Verein hat sich für die kommende Saison viel
vorgenommen.
Vorsitzender Horst Hopfengärtner und Jugendwartin Nathaly Nöll blickten zunächst
zurück. Zu den Höhepunkten zählten die spontan organisierte Abrissparty des
alten HL-Gebäudes mit rund 600 Besuchern Ende März, der Faschingsumzug mit einer
Rekordzahl von 38 Teilnehmern, die Herrensitzung gemeinsam mit dem Verein TUS
Merzhausen und die Tatsache, dass alle drei Fremdensitzungen restlos ausverkauft
gewesen seien. Insbesondere die Abrissparty und die Herrensitzung hätten
gezeigt, dass man auch mit geringen Mitteln erfolgreiche Veranstaltungen
organisieren könne. Spaß für Jung und Alt gab es bei der Aktivenfeier auf dem
Oberloh mit einem Karaokewettbewerb und dem Herbstausflug ins Ahrtal zum
Weinfest. Einen großen Dank richtete der Vorsitzende an all jene, die sich bei
der zweitägigen Aktion "Mein Verein" von hr4 beteiligt hatten. Ebenso dankte er
allen Aktiven, die sich während der tollen Tage in Wehrheim und außerhalb bei
den Faschingsumzügen, der Altenheimtour, der Konfettiparty in Pfaffenwiesbach
sowie dem Lumpenball in Obernhain engagiert hätten.
Gute JugendarbeitAuf eine gute Jugendarbeit wird bei den Limeskrätschern viel
Wert gelegt, wie aus dem Bericht der Jugendwartin Nathaly Nöll hervor ging. Ein
zweitägiges Trainingslager mit intensivem Training genossen die Midi und
Maxi-Garde sowie die Äpple-Boys. Die stärkste Truppe ist die Minigarde mit 15
Mädchen, neun Teenager sind in der Midigarde und sieben junge Frauen in der
Maxigarde. Vier junge Herren tanzen bei den Äpple-Boys. Sie präsentierten ihr
Können auf dem Apfelfblütenfest und der Konfettiparty. Die Maxigarde nahm an
einem Showtanzwettbewerb in Wernborn teil.
Die Neuwahlen wurden zügig durchgeführt. Zur Wahl standen das Amt des ersten
Vorsitzenden, bisher Horst Hopfengärtner, des zweiten Schatzmeisters, bisher
Manfred Wenzel, des ersten Schriftführers, bisher Roland Schmidt, der zweiten
Jugendwartin, bisher Manolya Vatandas sowie zweier Beisitzer, bisher
Sitzungspräsident Manfred Seng und der Abgeordnete des Männerballetts, Willi
Allendörfer. Alle Vorstandsmitglieder wurden in ihre Ämter wieder gewählt.
Die Kasse wird im neuen Geschäftsjahr von Frank Lezius und Stefanie Stark
geprüft.
Für die kommende Saison, die geprägt ist von den Jubiläumsfeierlichkeiten
anlässlich des 22. Geburtstages am 11.11.2009 , habe der Vorstand zusätzlich zu
den 20000 Euro, die für jede Kampagne angesetzt werden, weitere 10 000 Euro
eingeplant. "Da unser Verein gut dasteht und wir Rücklagen gebildet haben,
können wir uns für das Jubiläum etwas gönnen", so Schatzmeister Harald Stenger.
Jubiläumsorden, eine akademische Feier am 11.11. sowie ein besonderes Bühnenbild
bei der Jubiläumssitzung am 21.11. würden mehr kosten. Etliche wollten Details
über den Verwendungszweck erfahren. Die Frage wurde auch gestellt, ob der
Aufwand einer akademischen Feier mit Rednern angesichts des jungen Alters des
Vereins und zusätzlich zur Jubiläumssitzung gerechtfertigt sei. Allerdings wurde
dem entgegnet, dass man Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft habe und dass
etliche Redner auch eine Spende mitbringen. Nach einigen Unmutsbekundungen der
Mitglieder aus den Abteilungen, die so interpretiert wurden, dass hier wohl
Sorge bestehe, dass die Gruppen nichts von dem Geld bekommen, gab der Vorstand
die geplante Aufteilung bekannt. So soll ein Teil der 10 000 Euro für die
akademische Feier, die Jubiläumsorden und das Bühnenbild für die
Jubiläumssitzung verwendet werden. und der Rest werde den Gruppen zugeführt, wie
Horst Hopfengärtner betonte. Danach stimmte die Mehrheit der Versammlung der
Einstellung des Betrages zu.
JahrestermineFür das kommende Jahr sind geplant: Am 1. Mai wird gewandert. Beim
Rathausjubiläum am 4. und 5. Juli ist der Verein vertreten und am 25. Juli
steigt die Feier der Aktiven. Das Herbstfest steigt am 12. September im Goldenen
Hahn bei Doris Müller. Der Kartenvorverkauf für die drei Fremdensitzungen findet
am 16. Januar 2010 statt und die drei Sitzungen am 30. Januar sowie am 5. und 6.
Februar. Der Weiberfasching und die Männersitzung sind am 11. Februar und der
Faschingsumzug wird am 13. Februar die Wehrheimer begeistern. Zwei Tage später,
am Rosenmontag, den 15. Februar, wird das Rathaus besetzt und der Kinderfasching
im Bürgerhaus ausgerichtet. Mit dem Heringsessen am Aschermittwoch, dem 17.
Februar, wird die Fastnacht zu Grabe getragen, bevor bei der Kritiksitzung am
20. Februar Meinungen gefragt sind. Jahreshauptversammlung 2010 ist am 26.
Februar.
Wieder WalkingFür den Bauausschuss und die Kreppelzeitung werden noch
Mitstreiter gesucht, so der Vorstand. Außerdem wolle man versuchen, für die
Jubiläumssitzung Narren der ersten Stunde von 1987 zu finden, die auf die Bühne
zurückkehren. Und damit die Vereinsmitglieder auch fit in die kommende Saison
gehen, lädt der erste Vorsitzende ab dem 7. April wieder alle Walkingfreunde zum
regelmäßigen Walken ein.Treffpunkt ist jeweils dienstags um 19 Uhr am Parkplatz
Schlink.
Der Vorstand Erster Vorsitzender: Horst Hofpengärtner
Zweiter Vorsitzender:Jürgen Bartels
Erster Schatzmeister:Harald Stenger
Zweiter Schatzmeister:Manfred Wenzel
Erster Schriftführer:Roland Schmidt
Zweite Schriftführerin:Ellen Driesch
Zeugwartin:Doris Müller
Erste Jugendwartin: Nathaly Nöll
Zweite Jugendwartin: Manolya Vatandas Sitzungspräsident: Manfred Seng
Männerballett: Willi Allendörfer
Elferrat: Katharina Stenger
Kassenprüfer: Frank Lezius
Stefanie Stark
UA 30.03.2009
Limes-Krätscher üben Selbstkritik
Wehrheim. Zur «konstruktiven» Kritiksitzung der Wehrheimer Limes Krätscher (WCV)
war am Samstagmittag ins Bürgerhaus geladen. Der Ort, an dem der Verein gleich
drei Mal in Folge «ausverkauft» gerufen hatte. Mehrere hundert Leute also, die
sich dort versammelten, um gemeinsam Fasching auf der Bühne und im Saal zu
feiern.
Für die im Saal soll es künftig kuscheliger werden. Nicht wegen einer dichteren
Bestuhlung, «das machen wir schon bei der dritten Sitzung», bekannte Vereinschef
Horst Hopfengärtner. Nein, der Grund ist die Beleuchtung. Die gab dann auch so
manchen Anlass zur konstruktiven Diskussion. Auf der Bühne sollen die Akteure,
nicht etwa der Elferrat, mehr ins Licht gerückt werden.
Im Saal erhofft man sich von einer eher schummrigen Beleuchtung hingegen etwas
mehr Aufmerksamkeit und Stimmung, die zum Mitmachen und nicht etwa zum
Lautwerden einlädt. Das schummrige Licht könnte aber die Kellnerinnen, die
während der Sitzung neben den Getränken unter anderem auch das warme Essen wie
Schnitzel und Co. servieren, beim Kassieren und Servieren zu schaffen machen.
Oder gar die Tische zu finden?
Letzteres wohl eher nicht, wie aus den Reihen der Jecken a. D. bemerkt wurde.
Schließlich seien die Tische schon seit Jahren immer gleich nummeriert, und
allein deshalb dürfte das kein Problem sein. Gleichwohl empfanden es sowohl
Gäste als Akteure teilweise störend, wenn voll geladene Tabletts durch die
Reihen getragen und so die Sicht versperrt wurde. Ob’s dann in der kommenden
Saison vielleicht auch einfach belegte Brötchen tun, will der Vorstand mit
Bürgerhaus Gastwirt Jimmy Rashid noch besprechen.
Ein weiterer Vorsatz, der in der Sektbar später auch noch den Umsatz erhöhen
könnte, ist, das Programm bis 23.30 Uhr beendet zu haben. Wer bis um ein Uhr
sitze, der habe doch im Anschluss kaum noch die Muße, in der Sektbar zu
verweilen. Also früher Schluss für mehr (Sekt-) Genuss. Doch woran kürzen?
«Vielleicht müsste man eine eigene Ordenssitzung machen?», schlug Möppi Seng
vor. Den Tanzgruppen werden die Orden ohnehin schon en Block gegeben, «und das
Bussi, Bussi fällt doch auch schon flach», bemerkte Ellen Driesch.
Mit dem Bühnenbild, Ton und dem Sitzungsverlauf selbst zeigte sich der Verein
zufrieden. Auch mit dem Umzug und der Altersheim-Rundtour, die traditionell an
Faschingsdienstag statt findet. Die Herren-Sitzung, die als eine Kooperation mit
dem Turn- und Sportverein Merzhausen das erste Mal auf die Beine gestellt wurde,
brachte dem WCV aus den eigenen Reihen zwar auch Kritik ein, dass man zur
Weiberfastnacht nicht in der eigenen Hochburg weilte, doch Seng begründetet die
Entscheidung mit dem Angebot des TuS, einen Großteil der Arbeit zu übernehmen.
Wie gut diese Sitzung war, zeigt dann auch der Vorverkauf für die nächste
Herren-Sitzung. 100 Karten seien schon weg, so Hopfengärtner. Selbst Landrat
Ulrich Krebs (CDU) habe sich eine Karte reservieren lassen.
«Mit Sicherheit will der unsere Anke sehen», mutmaßte der Vereinschef.
(Anmerkung der Redaktion: Das war die Stripperin). tas
TZ 02.03.2009
"Vorbei die schöne Zeit..."
Limeskrätscher trugen die Fastnacht zu Grabe - Ehrungen
WEHRHEIM (rm). " Vorbei die schöne Zeit, mit lustig ist es nun aus". Mit diesen
Worten verabschiedete der Vorsitzende des Carnevalvereins die Limeskrätscher
Horst Hopfengärtner die Fastnachtszeit. In guter Tradition trafen sich die
Narren im Bürgerhaus zum Heringsessen. Dabei wurden wieder etliche Mitglieder
mit dem Hausorden geehrt, die sich im Laufe der Kampagne besonders verdient
gemacht hatten. Darunter Ehrenamtliche des Bauausschusses, Bühnenmeister und
Fahnenträger, Techniker für Ton, Licht und Musik, der Hausmeister des
Bürgerhauses, Busfahrer der Altenheimtour, Wirt Jimmy vom Bürgerhaus und etliche
Frauen, die aktiv zum guten Gelingen der Veranstaltungen beigetragen haben.
Hopfengärtner dankte allen Aktiven. "Es war viel Arbeit, hat aber auch viel Spaß
gemacht", so der Narrenchef. "Drei ausverkaufte Sitzungen, die erste
Herren-Sitzung in Merzhausen und ein toller Zug. Da können wir stolz sein."
Eines habe aber nach 22 Jahren Limeskrätscher ausgedient und das sei seine
Karnevalsmütze. Mit einem Filzstift verewigten sich viele Anwesende auf der
närrischen Kopfbedeckung, die einen Ehrenplatz erhalten soll. Zum Jubiläum
werden dann neue Mützen angeschafft, wie Hopfengärtner versprach. Den neuen
Orden mit dem Märchenmotiv, der letzte Teil, der noch zum Apfel fehlte, kann man
gemeinsam mit den beiden anderen Orden zusammen setzen lassen. Es gibt auch ein
Bild der drei Orden auf Schiefer oder Holz für jeweils 65 Euro.
In diesem Jahr haben die Limeskrätscher noch viel vor, denn es gilt den großen
Geburtstag im November vorzubereiten. Dann wird der Verein 22 Jahre alt und
natürlich wird dieses Jubiläum groß gefeiert. Zunächst einmal wurde aber die
Fastnacht zu Grabe getragen. Etliche Mitglieder hatten sich extra dunkel
gekleidet und marschierten mit ihren Geldbörsen zum Brunnen vor dem Bürgerhaus,
um sie zu waschen.
Die nächste Veranstaltung der Limeskrätscher ist die Kritiksitzung am kommenden
Samstag, 28. Februar, um 14 Uhr im Bürgerhaus. Dort sei effektive und kreative
Kritik erwünscht, so der erste Vorsitzende. Die Jahreshauptversammlung des
Vereins findet am Freitag, 27. März, um 20 Uhr im Bürgerhaus statt.
UA 27.02.2009
Orden für die Helfer im Hintergrund
Von Ursula Konder
Wehrheim. Das Jaulen und Jammern war nicht zu überhören. Und wer am
Mittwochabend unbedarft durch die dunklen Straßen ging, hätte meinen können, ein
Rudel Wölfe hat sich vorm Bürgerhaus versammelt. Jedoch: Es waren nur
Zweibeiner, die ihr Klagelied gen Himmel schickten. Hatten sie noch Tage zuvor
ordentlich gefeiert, so war es für die Narren nun an der Zeit, die Fastnacht zu
begraben.
Einer alten Tradition folgend waren die Limes-Krätscher, die warme Narhalla im
Bürgerhaus verlassend, als Trauerzug zum Brunnen geschlichen, um ihre Geldbeutel
auszuwaschen, damit sie sauber sind für einen Geldsegen bis zu nächsten
Fastnacht. Vereinschef Horst Hopfengärtner verabschiedete das närrische Treiben
mit einem letzten Gruß: «Helau, ihr Leut’, es ist soweit, vorbei ist nun die
Narrenzeit.» Doch bevor es soweit war, hatten es sich die Aktiven beim
Heringsessen gut gehen lassen.
Der erste Abschied kam früh und galt der Narrenkappe des «Obernarren Hoppe»
Hopfengärtner. Seit dem Bestehen der Limes-Krätscher, also knapp 22 Jahre, hatte
er diese Kappe auf dem Kopf. Jetzt war sie so zerschlissen, dass das Gute Stück
aussortiert werden musste. «Das heißt aber nicht, dass ich auch verschlissen
bin», sagte Hopfengärtner. Er wolle gerne noch 22 Jahre weitermachen. Zum
Abschied der Kappe durften sich alle Anwesenden mit ihrer Unterschrift auf ihr
verewigen. «Sie wird einen Ehrenplatz erhalten», meinte Hopfengärtner.
Die Limes-Krätscher feiern in der kommenden Kampagne Jubiläum: 2 Mal 11 Jahre
werden sie alt, und da will der Obernarr, wie Hopfengärtner sich selbst
bezeichnete, eine neue Kappe haben.
«Wir können stolz auf das sein, was wir immer auf die Beine stellen», erklärten
«Hoppe» Hopfengärtner und Sitzungspräsident Manfred «Möppi» Seng. Nicht nur drei
ausverkaufte Sitzungen hatten sie hinter sich gebracht. Unter anderem auch die
Altersheim-Tour, Herrensitzung und – so die beiden stolz – der mit 38 Nummern
längste Umzug im Usinger Land ging auf ihr Konto. «Es war eine erfolgreiche
Saison», erklärte «Hoppe» zufrieden. Bevor die schöne Zeit verabschiedet wurde,
erhielten einige Aktive, die hinter den Kulissen tätig waren, ihre Hausorden.
TZ 27.02.2009
Bürgermeister Hopfengärtner tritt Amt an
Limeskrätscher besetzen Wehrheimer Rathaus - Narren mieten sich in der Mitte ein
und planen Beachparty
WEHRHEIM (rm). "Auf unsern Gregor und die Gemeinde ein kräftig donnerndes
Helau", ertönte es im Rathaus. Die Limeskrätscher waren gekommen, um die
Regierungsgeschäfte zu übernehmen. Mit leerer Kasse und voller Laune tummelten
sich die Narren von Vorstand, Elferrat und anderen Gruppen sowie
Sitzungspräsident Möppi Seng im bunt geschmückten Sitzungssaal. Auch
Narren-Bilder an der Wand gaben lustige Einblicke in die Geschichte der
Rathausbesetzung. Bei heißer Wurst, Brötchen und vielerlei Getränken ließ es
sich gut regieren. "Füllt die Gläser bis zum Rand", forderte der erste
Vorsitzende der Limeskrätscher und neue Bürgermeister Horst Hopfengärtner die
Fassenachter auf, die sich sogleich dem Regieren widmeten. Spektakuläre Pläne
für die Wehrheimer Mitte wurden geschmiedet: So war bereits von einer riesigen
Beachparty die Rede. Und, oh Wunder, den ersten Mieter gibt es. "Lieber Gregor
eine Bitte, für den WCV ein Clubhaus in der Mitte" lautete der lang gehegte und
gereimte Wunsch der Narren. Kassierer Harald Stenger hatte die Sache in die Hand
genommen und einen vorbereiteten Mietvertrag samt einen Sack mit 55 Golddollar
mitgebracht.
Ab dem 11.11. 2009, dem 22-jährigen Geburtstag der Limeskrätscher, soll der
Vertrag für mindestens für elf Jahre gelten. Monatlich zur Verfügung stellen
muss die Gemeinde elf Kringel Fleischwurst, 88 Brötchen, elf Flaschen Sekt und
drei Kästen Bier. Der Vermieter darf nur kommen, wenn er etwas mitbringt,
lautete eine der Klauseln im Mietvertrag, den Horst Hopfengärtner und Angelika
Wiewrodt unterschrieben haben.
Zu "Aber dich gibt nur einmal für mich" und "Rosamunde" wurde gesungen und
geschunkelt. Lauthals sang der entmachtete Rathauschef, besser bekannt als DJ
Ötzi, mit. Wer ist die schönste Fußgruppe und wer hat den schönsten Wagen beim
Faschingsumzug? Die Jury, bestehend aus Zugmarschall Roland Schmidt,
Zugausschussmitglied Günther Rohrmann und Horst Hopfengärtner, hatte sich für
folgende Gruppen entschieden: Bei den Fußgruppen landeten die Turnerfrauen als
Mickey Mäuse ganz oben, gefolgt von den wilden Hühnern des Obernhainer
Kindergartens.
Auf Platz drei landeten die Ausrangierten, die als Rotkäppchen daher kamen.
"Bauer sucht Frau" war auch bei den Wehrheimern der Renner. Der Wagen der
Carnevalfreunde Usinger Land siegte vor den Äpple Boys und dem TuS Merzhausen.
UA 24.02.2009
Narren erobern sogar die Mitte
Von Frank Saltenberger
Wehrheim. Es schlug ein wie eine Karnevalsbombe: Der erste Mietvertrag für die
Wehrheimer Mitte ist unter Dach und Fach. Am gestrigen Rosenmontag zog eine
Delegation des Wehrheimer Carneval-Vereins (WCV) Limes-Krätscher ins Rathaus ein
und unterzeichnete ein ausgeklügeltes Vertragswerk bis 2020.
Aber dennoch: Die Gemeindekasse ist leerer als leer, und das nach nur einem
närrischen Wochenende. Wieso? Die Limes-Krätscher hatten die geraubte Kasse
zurückgebracht und keinen Krümel dringelassen. Dafür hatten sie aber einen
Mietvertrag in der Tasche. Er sichert dem Wehrheimer Carneval-Verein (WCV) die
Nutzung der Mitte als Clubhaus. Die Vereinbarung ist aber an einige Auflagen
gebunden, seitens des WCV, versteht sich. Schatzmeister Harald Stenger hatte den
Vertrag mit ausgehandelt, und das Narrenblut mit dem er geschrieben war, war
noch nicht getrocknet, als er Einzelheiten bekanntgab.
Das Mietverhältnis läuft zunächst elf Jahre. Bezahlt im Schatten der
Wirtschaftskrise mit Golddollar. Elf Münzen mit hohem Kakaoanteil wurden schon
entrichtet. Viele Paragrafen enthielten zu dem die Eintragung «gibt’s nett» oder
«brauche ’mer nett». Aber die Gemeinde muss ihrerseits monatlich 11 Kringel
Fleischwurst, 88 Brötchen, 11 Flaschen Sekt und 11 Kasten Bier liefern. Betreten
darf der Vermieter die Räume nur, wenn er etwas mitbringt.
Ganz so glücklich schien Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) mit der Vereinbarung
nicht zu sein, aber er hatte nicht viel zu melden, Angelika Wiewrodt als
Geschäftsführerin der Kommunalen Grundstücks-GmbH hatte den Vertrag schnell
abgestempelt, und Sommer konnte nur noch mitlächeln.
Die Narren fühlten sich sowieso schon im Rathaus wie zu Hause, hatten im
Besprechungszimmer die Konterfeis der Bürgermeister gegen die eigenen Visagen
ausgetauscht und nur bei Johann Peter Jäger altehrwürdigen Respekt walten
lassen, der hatte im 19. Jahrhundert das Rathaus bauen lassen, und von dessen
solider Statik profitieren die Narren noch heute. Denn kaum waren sie im roten
Palast, drehten sie die Stimmungsmusik auf und ließen mit
Limeskrätscher-Wehrheim-und-all-die-annern-Helau die Wände wackeln.
Aber der Bürgermeister machte von seinem Hausrecht sowieso nur halbherzig
gebraucht, steht er doch schon lange im Verdacht, mit den Limes-Krätschern zu
kooperieren. Warum sonst sollte er sie mit Fleischwurst warm oder kalt und Sekt
so fürstlich bewirten?
TZ 24.02.2009
Gruselige Guggen im Märchenland
Riesiger Narren-Lindwurm zog durch Wehrheims Gassen
WEHRHEIM (rm). Der Wettergott hatte Einsehen mit den Wehrheimer
Limeskrätscher-Narren. Kein Tropfen Regen störte den närrischen
Apfeldorf-Lindwurm, der mit 37 Zugnummern der längste in der Geschichte der
Wehrheimer Fassenacht war, wie Sitzungspräsident Möppi (Manfred) Seng betonte.
Er hielt die Fassenachter am Rathaus bei Laune. Ein bunter Zug mit vielen
Märchengestalten begeisterte die vielen kleinen und großen Zuschauer am
Straßenrand. Wild-gruselige Gestalten kamen von weit her aus der Schweiz, die
Guggemusiker Rhypfluderi aus Schaffhausen. Schneewittchen und die sieben Zwerge
- die Addas, die Handballerfrauen der SGWO, präsentierten sich auf einem
zauberhaften Wagen.
Ein paar knallrote Feuerteufel und der Prinzenwagen waren aus Merzhausen
angereist. 80 Jahre Mickey Mouse - Diesem Thema hatten sich die Turnerfrauen
verschrieben und kamen süß daher in ihren rot-weiß gepunkteten Kostümen.
Schneeweißes Federvieh? Die Erzieherinnen des Obernhainer Kindergartens Kleine
Strolche gaben eine tolle Figur ab.
Heiße "Samba in der Pampa" lautete das Motto des Kransberger Narrenclubs, der
mit Prinz Edi und Gefolge sich die Ehre gab. Das liebe Geld und die Camorra
nahmen die in schwarz gekleideten Herren der Usa-Elfen vom Usinger Carneval
Verein auf ihrem Wagen auf die Schippe.
Rucki Zucki spielten die Musiker des Tanz- und Musik Corps 1997 e.V Ronneburg
aus Frankfurt als Wikinger verkleidet. Da flogen die Beine in die Luft - einen
Augenschmaus erster Güte boten die jungen Gardemädchen des Karnevalvereins
Dietenhausen.
Helau! Wer kennt sie nicht, die Schlümpfe? Die "durchgeknallte Heckegauner"
hatten einen ganzen Wagen davon. Wenn Ulrich Maurer die Trompete mit seinem Sohn
Eric spielt, dann wird es auch dem Bürgermeister warm ums Herz.
Extra vor dem Rathaus hielt Maurer mit seinem Gefährt, an dem viele Pfeilspitzen
installiert waren für das Ständchen. "Die Vögelein, die Vögelein vom
Titikakasee", sang Simone Moos von den Ausrangierten. Diese für die
Limeskrätscher unentbehrliche Truppe kam als Rotkäppchen daher und sorgte für
eine super Stimmung. Ein süßes Hexenhäuschen und jede Menge kleiner und großer
bunt verkleideter Narren - der Waldkindergarten erfreut jedes Jahr die
Zuschauer.
Irre flott auf der Bühne und auch auf der Straße unschlagbar: Die Gardemädchen
der Midi- und Maxi-Garde können sich sehen lassen. Piraten sah man auf dem Zug
häufiger. Kleine wie die Mini-Garde und die JFC-Piraten und das Showballett.
Doch was wäre so ein Zug ohne die Pfaffenwiesbacher? Die Wiesbachtaler
Musikanten waren ebenso mit von der Partie wie auch die Fußballer. "Die
Spitzenreiter", wie Möppi Seng verkündete.
Mit "Wehrheim Helau, Limeskrätscher Helau" heizte er dem Narrenvolk ein. Wer
trotz Tanzen und Singen langsam kalte Füße bekam, konnte sich mit Glühwein und
Schmalzbrot stärken. An anderen Stellen gab es heißen Kaffee, Kreppel, Sekt,
Schnäpse und Bier. Mit großem Jubel wurde der Wagen des Männerballetts begrüßt.
Passend zur Wetterlage hatten sie die Wintersportausrüstung auf ihrem Wagen und
der neue Ritter "Manfred Opa zum Glockeschorsch" freute sich über den Beifall.
Den genossen auch die Carnevalfreunde Usinger Land, die sich dem Motto "Bauer
sucht Frau" verschrieben hatten und mit einem bunten Wagen das Publikum
begeisterten.
Huch, was waren das für Gestalten in leuchtend blauen Farben? Es war die zweite
Guggemusik-Truppe aus Herisau in der Schweiz. Mit gelben Kappen winkten die
Damen vom Elferrat von ihrem Wagen.
Einmal am Rathaus angekommen, nahmen sie gemeinsam mit anderen Limeskrätschern
den Bürgermeister gefangen und die Gemeindekasse mit.
Landrat Ulrich Krebs und Neu-Anspachs Bürgermeister Klaus Hoffmann ließen sich
das Spektakel ebefalls nicht entgehen und hatten sich im Rathaus eingefunden.
Doch bevor es ernst wurde, waren sie schnell aus dem Rathaus geflüchtet.
Aber wer weiß? Am Ende hätten sie die Limeskrätscher auch noch mit gefangen
genommen. Zum Ende des Zugs zog die Faschingskarawane zum Bürgerhaus, wo kräftig
weitergefeiert wurde...
... Und das nicht zu knapp !
UA 23.02.2009
So lang war er noch nie: Toller Umzug im
Apfeldorf
Bonbons gab's vom Rathauschef.
Von Peter Zender
Wehrheim. Der längste Faschingsumzug, den Wehrheim je gesehen hat, schlängelte
sich am Samstagnachmittag farbenfroh durch das Apfeldorf. «Länger als in Usingen
und mit mehr Leut’ auf der Straß’», meinte Zugkommentator Manfred Seng mit einem
verschmitzten Seitenhieb auf die Nachbarkommune.
Dabei bot der Zug viel Hübsches wie die Mädels der Mini-, Midi- und Maxi-Garde,
des Showballetts, der «Ausrangierten» und natürlich des Männerballetts des
veranstaltenden WCV Limeskrätscher. Vereine wie die SG Wehrheim/Obernhain, die
TSG und der JFC Wehrheim, die Islandpferde-Reiter, die Äpple Boys, die TSG
Pfaffenwiesbach und das DRK waren vertreten. Auch die Karnevalsvereine der
Umgebung sorgten für Stimmung: der TuS Merzhausen, die Dietenhauser, die
Carnevalfreunde Usinger Land, der TMCR Frankfurt, der KNC Kransberg und der
Usinger Carneval Verein. Den melodischen Klängen der Wiesbachtaler Musikanten
und des Blasorchesters des TSG Wehrheim setzte Ulrich Maurer seine herrlich
schrägen Trompetentöne entgegen. Für ein buntes Gewusel sorgten die Jungen und
Mädchen des Waldkindergartens und der Kita Obernhain, letztere als verrückte
Hühner. Selbstverständlich gaben sich der Elferrat und die Wehrheimer
Apfelblütenkönigin Vanessa I. die Ehre.
«So sahen wohl die Wehrheimer Ureinwohner aus», meinte der Kommentator zu den
grausigen Figuren der Rhypfluderi aus dem Schweizer Schaffhausen, die mit
riesigen Äxten auf die Besucher losgingen. Ansonsten bot der Zug den ländlichen
Geruch von Pferdeäpfeln genauso wie aktuelle Anspielungen auf die
Verschrottungsprämie und die «Geld-Camorra». Den aufwendigsten Wagen zeigten die
Carnevalfreunde Usinger Land, die das gemütliche Bett von «Bauer sucht Frau»
durch die Wehrheimer Gassen fuhren. Manfred Seng begrüßte ausdrücklich die
Karnevalisten aus Kransberg, jenem Dorf hinter dem «Tal der Ahnungslosen», das
eigentlich zu Wehrheim gehören sollte. «Dann hätten wir vielleicht keinen
Wiesbacher Bürgermeister», sprach der Zugkommentator genüsslich ins Mikrofon.
Dies konnte Gregor Sommer am Fenster seines Rathauses nicht aus der Ruhe
bringen. «An einem solchen Tag fressen mir die Bürger aus der Hand», erklärte
der Bürgermeister und verteilte Kamellen. Lange hatte er die Macht aber nicht
mehr, denn am Ende des Faschingszugs stürmten die Jecken das Rathaus und
konfiszierten die Gemeindekasse.
TZ 23.02.2009
WCV hat einen dritten Ritter
Manfred Haag wird von Horst Hopfengärtner zum Ritter – Manfred Opa
zum Glockeschorsch – geschlagen.
Wehrheim.Große Ehre für Manfred Haag: Der 62-Jährige wurde jetzt vom Wehrheimer
Carneval-Verein (WCV) Limes-Krätscher zum dritten Ritter des Vereins geschlagen.
Er darf sich fortan «Manfred Opa zum Glockeschorsch» nennen – in Anspielung
darauf, dass er andere Leute gerne «Glockeschorsch» nennt. Die beiden anderen
Ritter der Limes-Krätscher sind Vorsitzender Horst Hopfengärtner alias «Horst
Markt und Messefürst Großmogul von Fernseh und Schüssel» sowie Erhard Planz
alias «Planz von Portzeplicker».
Mit der Ritterwürde bekam Haag das Goldene Vlies. Die Ritter-Ehre wird nur jenen
zuteil, die sich mindestens 25 Jahre engagieren. Wie das geht bei einem Verein,
der in diesem Jahr erst 22 Jahre alt wird? Ganz einfach: Auch vorheriges
Engagement für den Karneval zählt, bestätigte Hopfengärtner. So sei Haag 30
Jahre lang im Männerballett aktiv gewesen und habe schon früh dem Bauausschuss
der Narren angehört.
Auch weitere Auszeichnungen haben die Limes-Krätscher anlässlich ihrer Sitzungen
vorgenommen: Die Silberne Flamme bekamen rückwirkend für 2008 Peter Fey,
Eva-Maria Schaal, Julian Schaal und Linda Michalik sowie für 2009 Marius
Backmeister, Birgit Döll, Carsten Reinmöller, Stephanie Stark und Harald
Stenger. Über die Goldene Flamme 2009 freuten sich Alexandra Best, Patricia
Harff, Dirk Mahlke, Natalie Matzick, Günther Rohrmann, Erich Otto Schaal, Roland
Schmidt und Kerstin Simon.
Morgen geht’s zum Faschingsumzug:
Für die Limes-Krätscher steht am morgigen Samstag ein weiterer Höhepunkt der
Kampagne an: der Faschingsumzug. 38 Zugnummern sind vorgesehen. Die Aufstellung
am Feuerwehrgerätehaus beginnt um 14.15 Uhr, wo sich die Gruppen um 14.45 Uhr in
Bewegung setzen. Fürs Publikum wird’s um 15 Uhr interessant, wenn in der
Goethestraße der offizielle Zug beginnt. Die Route führt über Bahnhofstraße,
Hauptstraße, Dorfborngasse, Am Stadttor, Töpferstraße, Am Alten Sportplatz,
Usinger Straße, Vogelsangstraße, Bierhausweg, Schießmauer, Pfaffenwiesbacher
Straße und Hauptstraße zum Rathaus, das dann gestürmt wird.
Über die Straße Am Wallgraben oder die Bahnhofstraße geht’s abschließend zur
großen Party ins Bürgerhaus, deren Ende natürlich offen ist.she
TZ 20.02.2009
Eine goldene Gehstütze für den tapferen
Ritter
Limeskrätscher lassen es krachen - Ehrung für Manfred Haag
WEHRHEIM (rm). Wehrheim Helau, Limeskrätscher Helau. Auch bei der dritten großen
Sitzung im Bürgerhaus ließen es die Narren so richtig krachen. Im voll besetzten
Saal herrschte eine super Stimmung. Die Akteure auf der Bühne vor der prächtigen
Kulisse des Märchenwaldes und die lustig und fantasievoll verkleideten Besucher
tanzten, schunkelten und sangen die Gassenhauer des Karnevals.
Bürgermeister Gregor Sommer gehörte auch in dieser Sitzung zu den
Stimmungsmachern. Doch einer freute sich an diesem Abend ganz besonders. Manfred
"Opa" Haag, der seit dreißig Jahren im Männerballett aktiv ist, wurde das
Goldene Vlies, die höchste Auszeichnung im Karneval, verliehen. Haag wurde vom
ersten Vorsitzenden der Limeskrätscher Horst Hopfengärtner, selbst Ritter, im
Beisein von Ritter "Planz von Porzeplicker" aus Neu-Anspach und anderen
Vorstandsmitgliedern zum Ritter "Manfred Opa zum Glockeschorsch" geschlagen. Von
seinen Teamkollegen aus dem Männerballett bekam er zum Abschied eine goldene
Gehstütze mit Hupe geschenkt, die er aber gleich unter großem Gejohle den
Ausrangierten zuschob. Viel Beifall gab es für den neuen Ritter im Wehrheimer
Karneval, der auch weiterhin der Fastnacht treu bleiben wird.
Goldene Flammen, die Auszeichnung für 20 Jahre Vereinszugehörigkeit, durften
Natalie Matzik, Trainerin der Maxi-Garde und Kerstin Simon, verantwortlich für
den Internetauftritt des Vereins, entgegennehmen. Über die silberne Flamme für
zehnjährige Treue zum Verein freuten sich Marius Backmeister von den Äpple Boys,
Stefanie Stark von der Garde und Harald Stenger, Kassierer der Limeskrätscher.
UA 16.02.2009
Als DJ Ötzi auf die Bühne kommt, kocht die
Stimmung
Prunksitzung im Wehrheimer Bürgerhaus - Möppi Seng in leuchtend roter Robe als
König - Musik, Tanz und Stimmung bis zum Finale
WEHRHEIM (rm). "Heut´ is so ein scheener Tag", ertönte es im Bürgerhaus bei
der ersten großen Prunksitzung des Carnevalvereins "die Limeskrätscher". Und
kein Titel hätte besser passen können. Die jungen Damen der Minigarde, goldig
als kleine Piraten, begeisterten gleich zu Beginn die Narrenschar. Im
Hintergrund das Bühnenbild, passend zum Thema Märchen, mit Wald, Märchenfiguren
und den zauberhaften Damen aus dem Elferrat. Sitzungspräsident Möppi (Manfred)
Seng gab in der leuchtend roten Robe als König eine glänzende Figur ab.
"Wehrheim Helau, Limeskrätscher Helau".
Frauen Power - dafür stehen die Damen der Midi- und der Maxigarde. Gardetanz vom
Feinsten wurde hier geboten. Da wirbelten beim Cancan nur so die Beine in die
Luft. Und immer ein Lächeln dazu - klar, dass hier die erste Rakete fällig war
und das Narrenvolk richtig in Fahrt kam. Die Merzhäuser mit ihrem Prinzenpaar
Prinz Patrick I, Prinzessin Tina I, der Kinderprinzessin Elena und dem Hofstaat
sind Stammgäste bei der Wehrheimer Fassenacht. Mit "Engelsgeläut und
Höllenhunden verbringen wir hier ein paar schöne Stunden".
Er kennt die Wehrheimer Märchen und Wahrheiten wie kaum ein anderer. Der
Protokoller und erste Vorsitzende der Limeskrätscher, Horst Hopfengärtner. Ob
Tannenbäume, schwarze Cabrios vor dem Rathaus, Türme auf dem Spielplatz oder der
Schlagbaum eines Wehrheimer Landwirtes - der Protokoller notiert alles. Sein
Vorschlag für die Wehrheimer Mitte: "Am Ende bleibt des Loch noch leer und wär´
gut zu nutze als Wehrheimer Freibad Mitte".
"Die Pissebachspatze sind eine Kultgruppe", so Möppi Seng. Fesch in den
knallbunten Hemden gaben die vier ewig jungen Männer wieder eine gute Figur ab.
"Hern" ist das Wehrheimer Wort für Hirn. Beim "Hern-Fasching", hervorragend
dargeboten von Stefan Velte alias Bürgermeister Gregor Sommer, René Vollmer als
Ellen Driesch und Nico Sakschewski als Bewerber Erkan, blieb kein Auge trocken.
Neue Geschichten und Skandale direkt aus dem Rathaus strapazierten die
Lachmuskeln. "Nein, wir haben keine Krokodilsknochen in der Mitte gefunden", so
der genervte Rathauschef. "Aber mer könnt` doch Krokodile als Verteidigung der
Gemeindegrenzen einsetzen und die Jungs vom Bauhof auf Wildschweinpatrouille
schicke". Die gute Ellen setzte ihrem Chef leidlich zu. Ein Glück, dass die SPD
"Unner Naturschutz" steht. Riesenapplaus von einem begeisterten Publikum und die
zweite Rakete an diesem Abend.
"Alle Singles, die leddig und fleißich, komme in die Wiesenau dreißich" denn
dort will die Appollonia (Franziska Wagner) "e Deckel und Dippeinstitut im
Bürgerbüro aufmachen".
Party Laune pur! Wenn DJ Ötzi alias Gregor Sommer auf die Bühne kommt, kocht die
Stimmung über. Da wird geklatscht und getanzt, was das Zeug hält. "Seid ihr gut
drauf?" rief der singende Rathauschef von der Bühne ins Publikum. Und die lieben
ihn. "Aber dich gibt's nur einmal für mich".
Mit der Anatomie ist sie ein Muster für die Chirurgie, die Wehrheimer Diva
(Patricia Harff). Sie erzählte von der Miss-Wahl. "Frau zu sein ist schon
schwer, Miss zu werden umso mehr. Geklont als Missgeschick wegen blödem Blick".
Wenn sie auf die Bühne kommen, glänzen Frauenaugen: Die flotten Herren vom
Männerballett ließen die Muskeln zu "Mister Bombastic" spielen, zeigten sich
sexy im Minirock oder elegant mit Hut. "Zugabe, Zugabe", brüllten die Besucher.
Piraten auf der Jagd nach wertvollen Schätzen - die Frauen und Männer vom
Showballett boten zur Musik des Films "Fluch der Karibik" eine tolle
Performance. Sie sind der absolute Leckerbissen jeder Fremdensitzung - die
flotten jungen Damen der Maxi-Garde. Zu "Livin`La Viva Loca" wirbelten sie über
die Bühne und wurden umjubelt. Zum großen Finale lud dann Sängerin Simone ein.
Bis weit nach Mitternacht wurde in der Sektbar gefeiert und im Saal zur
Life-Musik der Weiltaler so manch flotte Sohle aufs Parkett gelegt.
Karneval macht Spaß und hält fit. Dies machten auch die vielen Ehrungen
deutlich. Die goldene Flamme gibt es für 20 Jahre Treue zum Verein und wer zehn
Jahre mit dabei ist, bekommt die silberne Flamme. Über die goldene Flamme
freuten sich: Alexandra Best (Gardetanz und Trainerin der Mini-Garde), Patricia
Harff (Gardetanz und Büttenrednerin), Dirk Mahlke und Erich Schaal vom
Männerballett sowie Günter Rohrmann und Roland Schmidt von den Pissebachspatze.
Die silberne Flamme erhielten: Linda Michalik und Eva Schaal von den Garden,
Julian Schaal von den Äpple Boys, sowie Peter Fei, Carsten Reinmöller und Birgit
Döll vom Männerballett.
UA 09.02.2009
Blaue Bänder an den Decken, Fr...
Blaue Bänder an den Decken, Frau Holle auf der Bühne, Aschenputtel gleich
daneben und die Hexe in unmittelbarer Nachbarschaft. Bei den Wehrheimer
Limes-Krätschern wurden Grimms Märchen am Samstagabend lebendig – im Bürgerhaus
stand die erste Sitzung des Wehrheimer Carneval-Vereins an. Herr über die
Figuren war natürlich der König und Herrscher der Sitzung, Manfred «Möppi» Seng.
In rotem Gewand, mit gekröntem Haupt und mit spitzer Zunge führte der Präsident
durch das Programm unter dem Motto «Märchenwald».
Das schunkelnde Publikum erlebte unter anderem Rotkäppchen (Ingo Wieth) und
einen Prinzen (Jörg Heimann) aus Mönstadt. Das «Märchenpärchen» klärte in
zotiger Manier über die wahre Geschichte von Rotkäppchen, dem Prinzen und
Aschenputtel auf. Sie hat «Liebesbriefe in sechs verschiedenen Sprachen», er
«zahlt Alimente in acht verschiedenen Währungen».
Die Midi- und Maxi-Garde zeigten den Narren hingegen, was «wahre Frauenpower
ist», wie der Sitzungspräsident betonte. In der Tat ließen die beiden
Tanzgruppen die Stimmung steigen. In rasantem Tempo wirbelten die Mädels zum
Cancan über die Bühne, und das zehn Minuten lang. Der Saal tobte, und wann immer
man glaubte, die Wogen würden nun vielleicht ein wenig abflauen, schafften es
die Tänzerinnen, die Stimmung noch einmal richtig anzuheizen. Drei Raketen
ließen die Narren für eine solche Leistung steigen.
Von diesem Klassiker segelte die närrische Mannschaft zu Protokoller Horst
Hopfengärtner – selbst schon ein Klassiker in der Bütt. «Ich glaube es gehört
zur Fassenacht, dass man auch mal die Wahrheit sagt.» In bewährter Reimform nahm
«Hoppe» vor allem den «Dauerbrenner, die Wehrheimer Mitte», aufs Korn. Doch auch
andere Begebenheiten aus dem Rathaus sind dem Protokoller nicht entgangen. «Da
hat man doch an der Kass’ vorbeigeschafft, ein paar Euro in die eig’ne Tasch’.»
Das Image «kinderfreundliches Wehrheim» leide derzeit stark, und so mancher habe
wohl schon vergessen, «dass er selbst einmal Kind war».
Keine Frage, der absolute Höhepunkt war, als Stefan Velte als Bürgermeister
Gregor Sommer, Rene Vollmer als Ellen Driesch und Nicolas Sakschewski als Erkan
ein Einstellungsgespräch führten.
Auch Franziska Wagner begeisterte das Publikum als Apollonia, auf der Suche nach
einem Mann per Heiratsanzeige, während es Wehrheims Diva, «Miss» Patricia Harff,
ebenfalls auf die Lachmuskeln anlegte. Fabian Seel hatte sie alle schon einmal
in der Mangel, allerdings als närrischer Masseur.
Eine kleine Parodie auf die Sendung «Bauer sucht Frau» gaben Michaela und Saskia
Tuch sowie Armin Stephan in «Schäfer sucht Frau» zum Besten, während
Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) eine Neuauflage als DJ Ötzi auf der Bühne gab.
Singend heizte auch Maria Seng dem Publikum ein, ebenso die Pissebachspatze mit
närrischen Schunkelliedern.
Eine Augenweide war das Männerballett, das mit mehrmaligem Kostümwechsel und
toller Musik den Saal zum Kochen brachte. Das Showballett setzte in diesem Jahr
auf den «Fluch der Karibik», während die Äpple Boys die 90er Jahre mit MC Hammer
und «Can’t Touch This» belebten.
Die Narren nutzten die erste Sitzung auch, um verdiente Mitglieder
auszuzeichnen. Alexandra Best, Erich-Otto Schaal, Dirk Mahlke, Günter Rohrmann,
Roland Schmidt und Patricia Harff bekamen die goldene Flamme. Die silberne
Flamme überreichte der «König» der Narren an Eva Schaal, Linda Michaelik,
Carsten Reinmöller, Birgit Nöll und Peter Fey. tas
TZ 09.02.2009
Jetzt ist der Orden-Apfel komplett
Wehrheim. Keine Faschingssitzung ohne Orden: Das ist beim Wehrheimer
Carneval-Verein Limes-Krätscher natürlich nicht anders. Hatten die Jecken
bislang immer ausgefallene Orden, die das Motto widerspiegelten, waren doch die
beiden jüngsten Orden in ihrer Art anders gewesen. «Die waren irgendwie ein
wenig unförmig», sagte der Vize-Chef der Narren, Jürgen Bartels.
Und das aus gutem Grund. Denn für das kleine närrische Jubiläum – der Verein
wurde 1987 gegründet und wird im November 22 Jahre alt – hatten sich die
Verantwortlichen ein Orden-Puzzle einfallen lassen. Die Orden der beiden vorigen
Kampagnen unter dem Motto Hexennacht (2007) und Baustelle (2008) sind zwei
Teile, die dieses Jahr um ein drittes ergänzt werden – mit dem Motto
«Märchenwald». Heraus kommt dabei, wie könnte es anders sein, ein Apfel.
Natürlich ganz in Grün. Die beiden Teile bilden den linken und rechten Teil des
Apfels, den «Deckel» gibt es jetzt.
Wie der herrliche Apfel der närrischen Verführung aussieht, davon konnten sich
die Kunden beim Kartenvorverkauf am Samstagmittag im Bürgerhaus ein Bild machen.
Dort präsentierte der Vorstand erstmals den neuen Wehrheimer Apfel und natürlich
auch gleich die Karten für die drei Sitzungen.
Auf die hatten es die zahlreichen Besucher abgesehen, die schon lange vor dem
eigentlichen Start Schlange standen und ihre Namen geduldig in die Warteliste
eintrugen. An den Verkaufstischen im Nebenraum hingegen durften sich die
Interessenten schließlich setzen und in Ruhe ihre Tische aussuchen. Der
besondere Service: Jede Sitzung hatte einen eigenen Verkaufstisch.
Und was erwartet die Jecken in diesem Jahr? «Auf jeden Fall ein lustiger
Elferrat, heiße Gardetänze und ein sexy Männerballett. Und auch neue Redner
gehen dieses Mal in die Bütt», verriet Katharina Stenger. Neu allerdings
lediglich in der Funktion als Redner, in anderen Funktionen sind sie natürlich
schon längst echte Urgesteine des Carneval-Vereins. Um wen es sich dabei
handelt? Das Geheimnis wollten die Narren noch nicht lüften.
Auf eines können sich die Gäste aber mit Sicherheit jetzt schon freuen:
viereinhalb Stunden Spaß ohne Pause. Drei Sitzungen gibt es auch dieses Jahr
wieder, am 7., 13. und 14. Februar im Bürgerhaus. Los geht’s um 19.31 Uhr. Die
Karten kosten elf Euro. Restkarten gibt es bei noch bei Radio-Hopfengärtner und
an der Abendkasse. Die letzte Sitzung ist allerdings schon ausverkauft.
Wie in jedem Jahr gibt es die Orden auch in Form von Pins. Fehlende Ordensteile
sowie den aktuellen Anstecker gibt beim Vorstand der Limes-Kraetscher. Weitere
Infos gibt es im Internet unter der Adresse http://www.limeskraetscher.de. tas
TZ 27.01.2009
Die letzte Sitzung ist restlos ausverkauft
Limeskrätscher haben noch Restkarten für zwei Sitzungen
WEHRHEIM (rm). Margret Gauderer und ihr Mann gehen immer in die dritte große
Fremdensitzung der Limeskrätscher. "Da haben die Fassenachter die Proben hinter
sich und sind am lockersten", so Gauderer. Bei Gabi Ohl aus Pfaffenwiesbach
hängt es davon ab, wie sie Zeit hat. In diesem Jahr wird sie bei der ersten
Sitzung am 7. Februar mit dabei sein. Der Kartenvorverkauf für die drei
Sitzungen verlief gut und harmonisch.
"Früher musste man immer schon um 10 Uhr herkommen und dann waren unsere Männer
nachmittags gut abgefüllt", wie sich einige erinnerten. Dies ist schon seit
einigen Jahren nicht mehr der Fall, denn die Karnevalisten trennen den Verkauf
der Karten für die Vereinsmitglieder vom Kartenvorverkauf für die anderen Narren
zeitlich. So hatten sie in diesem Jahr einen Block ausgelegt, auf dem man sich
eintragen konnte, für welche Sitzung man Karten benötigt. "Den haben wir dann
systematisch abgearbeitet", wie Harald Stenger vom Vorstand der Limeskrätscher
berichtete. Wer nur wie Andrea Kotzott-Jäger zwei Karten benötigte, hatte es
natürlich etwas leichter. Sie entschied sich nach längerem Überlegen für die
erste Sitzung, weil es dort noch gute Plätze gab. Für diejenigen, die zehn
Karten an einem Tisch für die dritte Sitzung ergattern wollten, wurde es etwas
schwieriger. Aber Nina Emmerich, Kerstin Scheuerling, Peter Velte und Alex Casar
haben es geschafft. Immerhin konnten sie die letzten acht Karten für die Sitzung
am 14. Februar ergattern. "Wir sitzen zwar an drei verschiedenen Tischen, aber
das macht nichts", so die Freunde. Zwei Karten fehlen ihnen zwar noch. Aber
vielleicht tauscht ja noch jemand. Die letzte Sitzung ist jedenfalls restlos
ausverkauft.
Für die erste Sitzung am Samstag, den 7. Februar, gibt es noch 47 Karten und für
die zweite Sitzung am Freitag, den 13. Februar, sind noch 107 Karten bei Radio
Hopfengärtner erhältlich. Die zweite Sitzung gilt unter Insidern der Fassenacht
als eine der schönsten Sitzungen.
Die Karten sind auch in diesem Jahr eine Augenweide. Mit dem Bild eines
Märchenbuchs und Märchenfiguren geschmückt, in den Farben Rot für die erste,
Blau für die zweite und Gelb für die dritte Sitzung setzen sie das Motto
"Märchenwald" besonders schön um. Jens Horn hat sie entworfen.
UA 26.01.2009
Narren im Märchenwald
Wehrheim. «In Wehrheim ist’s dunkel, in Wehrheim ist’s kalt, alle feiern im
Märchenwald.» Was ein ordentlicher Narren-Chef ist, der reimt spontan. Das tat
auch Horst Hopfengärtner, Vorsitzender des Wehrheimer Carneval-Vereins (WCV)
Limes-Krätscher, als er am Donnerstagabend mit seinem Vize Jürgen Bartels das
Programm für die «tollen Tage» vorstellte.
«Märchenwald» lautet das Motto, das sich in der Bühnendekoration widerspiegeln
wird und viele Möglichkeiten zur Kostümierung offen lässt. Denn die Veranstalter
freuen sich, wenn die Zuschauer verkleidet zu den Sitzungen kommen.
Viereinhalb Stunden Programm nonstop mit über 20 Darbietungen versprechen die
Limes-Krätscher den Besuchern ihrer Sitzungen, die für Samstag, 7. Februar,
sowie Freitag und Samstag, 13. und 14. Februar, geplant sind. Los geht’s jeweils
um 19.31 Uhr im Bürgerhaus. «Von Anfang an Stimmung pur», warb Hopfengärtner für
die Sitzungen, und Bartels ergänzte: «Da kann man den ganzen Ärger mal
vergessen.»
Der Eintritt kostet 11 Euro, und der Kartenvorverkauf beginnt am Samstag, 24.
Januar, um 14 Uhr im Bürgerhaus. Restkarten gibt es anschließend bei Radio
Hopfengärtner. Beim Vorverkauf gibt’s auch Tickets für die Herrensitzung (4,99
Euro), die der WCV gemeinsam mit dem TuS Merzhausen am Donnerstag, 19. Februar,
ausrichtet. In der Rauschpennhalle in Merzhausen geht es um 20.11 Uhr los.
Weiter geht’s in Wehrheim: Am Samstag, 21. Februar, schlängelt sich der Umzug
mit etwa 30 Zugnummern von 15 Uhr an durch den Ortskern. Der närrische Lindwurm
führt übers Rathaus, wo die Mitarbeiter abgeholt werden, zum Bürgerhaus, wo
gegen 16.15 Uhr das Faschingstreiben startet.
Am Rosenmontag, 23. Februar, hat die Verwaltung keine Chance, denn von 11 Uhr an
wird das Rathaus besetzt. Der Kinderfasching startet am Rosenmontag um 15 Uhr im
Bürgerhaus – und nicht, wie irrtümlich berichtet, am Fastnachtsdienstag.
Am Fastnachtsdienstag geht es ab 8.30 Uhr wieder durch verschiedene Altenheime
im Taunus. «Das kommt immer gut an», weiß Hopfengärtner.
Mit dem Heringsessen am Aschermittwoch von 20 Uhr an im Bürgerhaus und der
Kritiksitzung am Samstag, 28. Februar, von 14 Uhr an im Bürgerhaus endet die
Narrenzeit endgültig.
Wobei: Spätestens dann geht der Blick auf den 11. November, wenn die
Limes-Krätscher ihren 22. Geburtstag feiern werden.she
TZ 17.01.2009
"Ohne Pause, volle Sause" im märchenhaften
Apfeldorf
Die Limeskrätscher brechen in närrischen Märchenwald auf - Ausblick auf die
tollen Tage
WEHRHEIM (rm). "In Wehrheim ist es dunkel, in Wehrheim ist es kalt. Alle feiern
im Märchenwald" - Horst Hopfengärtner, Vorsitzender des Carnevalvereins "Die
Limeskrätscher" und der zweite Vorsitzende Jürgen Bartels blicken gespannt auf
die kommende närrische Saison. Das Bühnenbild der drei Prunksitzungen wird einen
Märchenwald darstellen, erklärten die beiden Karnevalisten. Das Programm für die
närrischen Tage steht. Am 24. Januar findet der Kartenvorverkauf im Bürgerhaus
statt für die Sitzungen am Samstag, 7., Freitag, 13. und Samstag, 14. Februar,
im Bürgerhaus sowie die Herrensitzung am Donnerstag, 19. Februar, gemeinsam mit
dem TuS Merzhausen in der Rauschpennhalle in Merzhausen. Die Sitzungen in
Wehrheim beginnen im 19.31 und in Merzhausen geht es um 20 Uhr los. 11 Euro
kostet der Eintritt für das Wehrheimer Spektakel. Die Karten für das närrische
Treiben in Merzhausen kosten 4,99 Euro. "Das ist eine Premiere", so
Hopfengärtner. Schon seit etlichen Jahren gibt es gute Kontakte zu den
Merzhäuser Narren. "Ohne Pause, volle Sause". Mit rund 20 Programmpunkten aus
einer bunten Mischung von Musik, Büttenreden und tänzerischen Darbietungen,
altbekannten und neuen Gesichtern und Gästen aus dem Usinger Land erleben die
Besucher bei den drei Prunksitzungen in Wehrheim "Stimmung pur", so die beiden
Fassenachter. Dazu gibt es eine Tombola und die beliebte Sektbar. Doch das ist
erst der Anfang. Am Samstag, 21. Februar, schlängelt sich mit dem Faschingsumzug
der närrische Lindwurm ab 15 Uhr durch Wehrheim. "In diesem Jahr haben wir sogar
zwei Schweizer Gruppen mit Gugge-Musik dabei", wie Hopfengärtner verriet. Nach
dem Zug wird das Rathaus gestürmt, der Bürgermeister abgeführt und die
Limeskrätscher übernehmen die Amtsgeschäfte. Anschließend wird im Bürgerhaus
beim Faschingstreiben weitergefeiert. Im Rathaus regieren ab Montag, den 23.
Februar ab 11 Uhr die Limeskrätscher. Weiter geht es nachmittags mit dem
Kinderfasching ab 15 Uhr im Bürgerhaus. Die Altenheimtour wird am
Dienstagmorgen, 24. Februar, gestartet. Eine Abordnung der Limeskrätscher wird
in mehreren Einrichtungen in der Umgebung ein närrisches Stelldichein geben.
Und natürlich geben sich die Limeskrätscher auch beim Empfang des Usinger
Anzeigers am gleichen Tag im Autohaus Höck die Ehre. Der Aschermittwoch, 25.
Februar, steht ganz im Zeichen des Heringsessens ab 20 Uhr im Bürgerhaus. Dann
wird auch die Fassenacht beerdigt und die Portemonnaies werden im Brunnen vor
dem Bürgerhaus gewaschen. Doch die Narren blicken bereits nach vorne. In diesem
Jahr feiern die Limeskrätscher am 11.11. 2009 ihren 22. Geburtstag. "Zu diesem
Anlass wird es einen Jubiläumsfestakt mit geladenen Gästen geben", so
Hopfengärtner und Bartels. Demnächst erscheint auch die beliebte Kreppelzeitung
mit vielen humorvollen Beiträgen aus dem Gemeindeleben und dem
Faschingsprogramm.
UA 17.01.2009
Die Termine der Narren
Wehrheim.
Sie stehen schon in den Startlöchern – die Narren, deren Kampagnen-Höhepunkte
kurz bevorstehen. Für alle, die sich schon jetzt darauf einstellen wollen, hier
die wichtigsten Termine des Wehrheimer Carneval-Vereins Limes-Krätscher im
Überblick:
Wer bei einer der drei großen Fremdensitzungen dabei sein möchte, sollte sich
Samstag, 24. Januar, vormerken. Denn an diesem Tag startet um 14 Uhr im
Bürgerhaus der Kartenvorverkauf für die Sitzungen. Premieren-Sitzung ist am
Samstag, 7. Februar. Die zweite Sitzung ist für Freitag, 13. Februar,
vorgesehen, die dritte und letzte für Samstag, 14. Februar. Im großen Saal des
Bürgerhauses geht es an allen drei Abenden von 19.31 Uhr an rund.
Was wäre der Fastnachtssamstag ohne den Umzug? Kaum vorstellbar, natürlich. An
diesem Tag schlängelt sich von 15 Uhr an der närrische Lindwurm durch den
Ortskern. Anschließend ist im Bürgerhaus Faschingstreiben mit offenem Ende
angesagt.
Am Faschingsdienstag sind dann all die kleinen Indianer und Prinzessinnen,
Räuber und Bienchen gefragt: Der fröhliche Kinderfasching im Bürgerhaus startet
um 14 Uhr.she
TZ 13.01.2009
